Massenbewegungen im Salzabachtal

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Situation vor dem Felssturz - August 1995
Situation nach dem Felssturz - August 1996

Die Massenbewegungen im Salzabachtal sind Massenbewegungen, die seit dem Abschmelzen des Würm-Gletschers anhalten.

Geologie

Das Salzabachtal trennt das Kemetgebirge im Westen und das Grimmingmassiv im Osten voneinander. Im Quartär wurde es in den Hochglazialen immer wieder von Gletschermassen eines Seitenarmes des Ennsgletschers durchströmt. Durch die nach dem Abschmelzen der Gletschermassen fehlende Hangstabilität wurde die Verwitterung und Erosion der Gesteine unterstützt. Die Lithologie ist in den höheren Lagen überwiegend Dachsteinkalk. Dieser lagert tonhältigen Seichtwasserschichten aus obertriadischer Zeit auf. Das Fundament der kompakten Kalksteine ist somit sehr instabil und begünstigt das Auftreten von Massenbewegungen.

Massenbewegungen

Die Modellierung dieser Landschaft erfolgte durch die Massenbewegungen. In Abständen von ca. 20 bis 50 Jahren kommt es stets zu größeren Hangrutschungen und Felsstürzen. Sie sind anhand alter Schuttströme im Gelände ersichtlich.

Forschungen

Von 1993 bis 1996 wurde das Gelände im Zuge von Dokumentationsaufsammlungen von Mitarbeitern des Ausseer Kammerhofmuseums durchgeführt. Durch Zufall konnte dabei ein Felssturz in einem Seitengraben dokumentiert werden. Doch der eigentliche Fokus lag auf den bei Felsstürzen freigelegten "frischen" Dachsteinkalk-Bruchstücken. Der Kalkstein ist sehr fossilreich. Die Millionärsschnecke Pleurotomaria (Schlitzbandschnecke) [1], verschiedene Seeigelarten [2] und Ammoniten[3] sind darin häufig vorkommende Fossilien und bei Sammlern sehr beliebt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. siehe Schnecken
  2. siehe Seeigel
  3. siehe Ammoniten