Massenbewegung

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Massenbewegung ist ein geologischer Begriff und beschreibt einen geomorphologischen Prozess[1], bei dem Boden- und Felsmassen durch Gravitation hangabwärts bewegt werden. Das Auftreten von Massenbewegungen ist eng mit der Einwirkung exogener Kräfte[2] verbunden.

Ursachen für Massenbewegung

Nach dem Abschmelzen der Gletschermassen der letzten Kaltzeit, des Würms, unterliegen auch heute noch die steilen Bergflanken und -gipfel dem Abbau. Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. In instabilen Bereichen kommt es nach wie vor zu Massenbewegungen. Die Haupteinflussfaktoren für Massenbewegungen sind:

  • Erosion
  • Schwerkraft
  • Tektonik
  • Verwitterung

Arten der Massenbewegung

(Gliederung nach steigendem Wassergehalt)

  • Kippen
  • Fallen
  • Gleiten
  • Kriechen
  • Fließen

Nur in seltenen Fällen tritt eine dieser Arten auf. Meist ist es eine Kombination mehrerer.

Beispiele für Massenbewegungen und Auswirkungen exogener Kräfte im Bezirk Liezen

Durch das starke Oberflächenrelief des Bezirks Liezen, treten häufig Massenbewegungen auf. Nachstehend ein kleiner Auszug dokumentierter Ereignisse

Siehe auch

Verweis

Das Schloss Trautenfels Universalmuseum Joanneum präsentiert von 19. März bis 31. Oktober 2016 die Sonderausstellung Landschaft ist Bewegung, in der auch eine Auswahl an regionalen Massenbewegungsereignissen thematisiert ist.

Quellen

  • Schuster, R., Daurer, A., Krenmayr, H.G., Linner, M., Mandl, G.W., Pestal, G. & Reitner, J.M.: Rocky Austria. Geologie von Österreich - kurz und bunt, Wien, Geologische Bundesanstalt, 2013
  • Stüwe, K. & Homberger, R.: Die Geologie der Alpen aus der Luft, Gnas, Weishaupt Verlag, 2015

Einzelnachweise

  1. ist ein formbildender Prozess auf der Erdoberfläche
  2. sind Kräfte, die von außen auf die Erdoberfläche wirken