Gerichte mit Geschichte

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Gerichte mit Geschichte ist der Titel einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Schladming, die man 2019 sehen kann.

Geschichte

Erarbeitet von den Schülern der 6. Klasse des swiki:Pierre de Coubertin Bundes-Oberstufenrealgymnasiumsref>Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki </ref> in swiki:Radstadt geht die Ausstellung zurück in die Historie unserer regionalen Rezepte und Nahrunsgmitteln. Es ist eine Spurensuche nach den kulinarischen Wurzeln, traditionellen Rezepten, alten Kochgeräten sowie der Schuljause einst und jetzt.

Die Schüler entdeckten traditionelle Rezepte sowie alte Küchengeräte und versuchten herauszufinden, wie Lebensmittel früher gelagert und aufbewahrt wurden. Bildnerische Erziehung, Religion (römischkatholisch), Informatik sowie Biologie und Umweltkunde waren als Unterrichtsgegenstände inhaltlich beteiligt. Projektinitiatorin und Kuratorin der Ausstellung, Frau Prof. Karin Schaffer, erzählt, dass die Jugendlichen dabei ganz unbekannte Gerichte näher kennenlernten und so manche Großmutter nicht lange zögerte und das Gericht nachkochte, damit das Enkerl eine bessere Vorstellung von der Speise hatte. So wurde dies ein Projekt, das die Generationen näher zusammenrücken ließ.

In der Sonderausstellung im Stadtmuseum werden ihre vielfältigen Erkenntnisse nun umfassend und anschaulich dargestellt, beginnend bei bäuerlichen Gerichten, Rezepten und Bräuchen im Jahreslauf samt dem zugehörigen Küchengerät. Der von Schülern produzierte Film „norb the loab meets alma’s production” vermittelt einen hochinteressanten Einblick in den Projektverlauf und ihr Kennenlernen der „kulinarischen Praxis“: „Vom Korn zum Brot“ und „Von der Milch zum Topfen“ lauteten die Themen.

„Vom Leben auf der Alm“ erzählt Angela Wechsler in einem weiteren Filmbeitrag: sie verbrachte von 1947 bis 1972 ihre Sommer als Sennerin auf der Niederhüttenalm in Wörschach. Zu ihren Aufgaben zählte etwa die Herstellung von Butter, sie berichtet über den Almabtrieb der Kühe am Ende des Sommers und von typischen Almbräuchen.

Kunstvoll abgerundet wird die Ausstellung durch sehr gelungene Bleistiftzeichnungen von Schülerinnen der 5. und 6. Klassen. Dabei handelt es sich um Stillleben von geschmackvoll arrangierten historischen Küchengeräten. Zudem fertigte eine Projektgruppe Brotskulpturen nach traditionellen Vorbildern. Alle von den Schülern gesammelten Dokumente wurden übrigens auf einer Online-Plattform für Geschichtsforschung beschlagwortet und so als Archiv für die Nachwelt gesichert.

Die Schüler leisteten damit einen Beitrag zur internationalen Erforschung kultureller Bezüge des Essens. Die einzelnen Beiträge aller Schulklassen und auch von Privatpersonen sind unter www.food-history.topothek.at für alle frei zugänglich.

Einzelne Objekte

Beispielsweise zeigt ein Bild in der Ausstellung den Almabtrieb Mitterfager 1982. Nach einem geglückten Almsommer (keine Unfälle bzw. Todesfälle bei Tier und Mensch) werden die Rinder festlich geschmückt und in das Tal zum Bauernhof geleitet. Die Leitkuh wird dabei am schönsten geschmückt und erhält die größte Glocke, deren Klang Tage nach dem Almabtrieb noch in den Ohren der Treiber nachschallt. Die Sennerin geht als letzte und verschenkt Schnuraus[1] an die Passanten.

Besuch der Ausstellung

Die Ausstellung wurde jedenfalls noch für den Dezember 2019 verlängert und ist geöffnet Dienstag 3., 10. und 17. Dezember von 09:00 bis 12:00 Uhr, mittwochs 4., 11. und 18. Dezembern von 16:00 bis 20 Uhr mit Programm sowie Donnerstag 5., 12. und 19. Dezember von 09:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. zu einem Bild und Rezept www.bloghuette.at