FIS Alpine Ski WM 2013: 100 Tage vor der WM: Eine Ski-WM und dann?

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100 Tage vor der WM: Eine Ski-WM und dann?

DerLoop wird wieder abgerissen

Rund 100 Tage vor dem Start der alpinen Ski-WM in Schladming - im Oktober 2012 - wurde im ganzen Ort noch gehämmert und gebohrt. Am Rand der Planai-Piste wurden die ersten Zuschauertribünen aufge­baut, Ende Oktober begannen die letzten Umbauarbeiten im Zielstadion. Der Loop wurde auf Intervention von Schröcksnadel wieder abge­rissen, damit noch mehr Zuschau­er Platz haben, das Skygate über der Zieleinfahrt dagegen verlän­gert. "Das wird eine unglaubliche Lichter-Show" erklärte Planai-Bah­nen-Chef und Steiermark Tourismus-Boss Georg Bliem.

Vier Sterne Hotel - Bettenpreise ab € 53,-- pro Tag

Direkt vor der Talstation findet in schwedisch-dänischem Privat­auftrag die Fertigstellung des Hotels Planai statt. Mit familien­tauglichen Vier-Bett-Zimmern will man hier punkten, der Ver­kauf ist fix an einen Reiseveran­stalter vergeben. Hermann Gruber von der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH ist zufrie­den. "Die grasen nicht auf beste­henden Märkten", betont er im Gespräch mit den swiki:Salzburger Nachrichten, "die bringen ganz neue Gäste." In dieser Aussage irrte aber Gruber bis zu einem gewissen Grad. Denn Ende 2012 wurde bekannt, dass die Supermarktkette Lidl das Hotel [auch] vermarkten wird, mit Preisen ab € 53.-- pro Person und Nacht mit einem all-inclusive-Package, das auch Spirituosen umfasst[1]

Herzlichkeitsfibel

Fünf Jahre Vorbereitung auf die Ski-WM gehen in die Zielgerade. 400 Mill. Euro sind in den Ausbau der Infrastruktur geflossen. 1 800 neue Hotelbetten wurden gebaut, 400 000 Gäste sollen kommen. In Schladming mit knapp 4 400 Ein­wohnern und rund 10 000 in der Region kann man sich angesichts solcher Dimension auch überrollt fühlen. "In der Bevölkerung spürt man schon, dass es jetzt dann gut ist, wenn die Bauarbeiten vorbei sind", erklärt Kurt Pfleger von Schladming 2030. Die von Tourismusverband, Ge­meinde und Bergbahnen gegrün­dete Gesellschaft kümmert sich um die Nachhaltigkeit[2] des Mega­-Events. Auch die privaten Betrie­be hätten rund 200 Mill. Euro in Qualitätsverbesserungen inves­tiert. betont Pfleger. Bis 2020 will man deshalb um 500 000 auf 1,5 Mill. Nächtigungen im Jahr wach­sen und als Ganzjahresurlaubsziel stärker werden. Mit Gratis-­WLAN im Ortskern oder der neu­en Marke Heimatgold für den Vertrieb regionaler Produkte wer­den auch Informationstechnologie und Firmengründungen gefördert.

Groß herauskommen wollen die Schladminger mit ihrer Herzlich­keit. Auch die wird nicht dem Zu­fall überlassen, "auch wenn uns Steirern das Freundlichsein nicht schwerfällt" , sagt Tourismuschef Bliem. Die Bevölkerung - vom Schüler bis zum Taxilenker - wird mit Tipps aus einer Herzlichkeitsfibel in Stimmung gebracht. Eine 100-köpfige "Herzlichkeits­truppe" soll Schladming dann im Februar 2013 zum herzlichsten WM­-Ort aller Zeiten machen.

Quellen und Einzelnachweise

  1. Quelle www.lidl-reisen.at abgefragt am 5. Jänner 2013
  2. Erklärung siehe www.nachhaltigkeit.info