Der Tauern, Ausgabe Nr. 60 - April 2010, Der Todesmarsch der ungarischen Juden über den Triebener Tauern im April 1945

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Dr. Alois Leitner hat den Todesmarsch ungarischer Juden über den Triebener Tauernpass im April 1945 in der Publikation "Der Tauern", Beiträge zur Kultur- und Heimatgeschichte Hohentauerns, im April 2010 beschrieben.

Geschichtlicher Hintergrund

Zwischen 60 000 und 70 000 jüdische Menschen waren Ende 1944 von Budapest aus in Bewegung gebracht worden, um als „Leihjuden“ den Deutschen übergeben zu werden. Wie viele von ihnen auf diesen Todesmärschen in das KZ Mauthausen getrieben wurden, kann nur durch Schätzungen annähernd erschlossen werden. Die Zahl derer, die das KZ Mauthausen erreicht haben dürften, wird vom Lagerschreiber von Mauthausen mit etwa 20 000 geschätzt. Das hieße, dass zehntausende Juden während dieser „Märsche“ ihr Leben lassen mussten, erschlagen, erschossen, verhungert, vor Erschöpfung gestorben sind.

Die Marschroute

Ein Transport mit etwa 1 000 bis 1 200 Personen verließ am 7. April 1945 Graz-Liebenau in Richtung Voitsberg, von wo er über Köflach, die Stubalpe (Passhöhe Gaberl 1 547 m), Weißkirchen, Judenburg, Fohnsdorf, St. Johann am Tauern, über den Rottenmanner Tauern (Passhöhe Hohentauern 1 274 m) und Trieben nach Liezen getrieben wurde. Die Route führte weiter über den Pyhrnpass (Passhöhe 945 m ü. A.), Windischgarsten, St. Pankraz, Steyrling, Klaus und Kirchdorf. Von hier gab es zwei Möglichkeiten. Eine durch das Steyrtal und eine durch das Kremstal, wobei dieser Transport nach dem derzeitigen Forschungsstand durch das Kremstal, also über Schlierbach, Adlwang, Waldneukirchen, Sierning und nach Steyr geführt hat. Von dort ging es gemeinsam mit der Ennstalroute (Präbichltransport) nach Mauthausen.

Zeitzeugenberichte / Aufzeichnungen mit Ennstalbezug

Drei Abschnitte des Artikels nehmen ausführlich Bezug auf die Ereignisse im Ennstal bzw. im Paltental:

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Quelle

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