Heustadel

Heustadel im Preuneggtal.
Heustadel im Untertal.

Ein Heustadel ist ein aus Holzbrettern genagelter und aus Rundhölzern gezimmerter Bau. Heustadel waren bis Mitte des 20. Jahrhundert im Ennstal häufige Zwischenlagerstätten von Heu.

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Allgemeines

Früher wurden die Heustadeln aufgrund mangelnder Lagerungskapazitäten in den Tennen der Bauernhöfe auf den Wiesen, Almen und Hängen errichtet. Das Heu wurde dort zwischenzeitlich eingelagert und im Bedarfsfall als Tierfutter geholt. Auch war oftmals die weite Entfernung zu den Höfen ein Grund, da einst der Transport des Heus vom Feld zum Bauernhof mühselig und zeitaufwendig war und die Einlagerung in den Heustadeln durch schlechter werdende Witterungsbedingungen einfach notwendig war.

Bauweise

Die Heustadeln wurden sehr einfach auf einem Steinfundament gebaut. Als Fundament dienten einzelne Steine oder Steinkränze, die häufig an Hängen errichtet wurden, um die Neigung auzugleichen. Das dafür verwendete Holz war unbearbeitet und nicht nahtfrei aneinander genagelt oder gezimmert. Die Klüfte waren notwendig, um den Innenraum zu belüften und dadurch einer etwaigen Heuselbstentzündung vorzubeugen. Die Öffnungen zum Einwerfen und Herausholen des Heus können normalerweise zu Gunsten der Innenraumgewinnung durch Bretter verkleinert oder geschlossen werden. Heustadel sind heutzutage aufgrund der Technologisierung nicht mehr notwendig und werden auch nur mehr sehr selten benutzt. Jedoch verleihen sie dem Landschaftsbild auf Wiesen und Almen eine gewisse Idylle.

Im Bezirk Liezen

Der Dürrenschöberl hat einen Teil seines Namens von Schöberl, was vom Schober, Heuschober, abgeleitet wird.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quelle