Der verrufene Pleschberg

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Der verrufene Pleschberg ist eine Sage im Ennstal, die am Pleschberg entstanden war.

Die Sage

Der bewaldete Pleschberg ragt mit einer waldlosen Gipfelkuppe aus dem Ennstal auf. Doch die Weide dort oben ist verdorrt und mager. Eine Sage, bereits 1834 aufgezeichnet, erklärt den Grund: Einst wuchs hier fettes Gras, die Almen waren zahlreich. Doch ein übermütiges Hirtenvolk verkleisterte die Hütten mit Käse und Schotten.

Freundliche Waldfrauen warnten die Hirten. Doch ein boshafter Hirte warf mit dem Ringstecken nach einer Waldfrau. Da ächzte es in den Lüften und jammerte aus dem Walde. Der Himmel verdunkelte sich zur Gewitternacht, und die verwundete Waldfrau erschien in einem Kreis von Feuer und verfluchte die ganze Gegend. Seitdem ist der Pleschberg öde und verrufen.

Eine sehr stimmige Erklärung für derartige Geschichten lieferte der Admonter Geistliche Pater Thassilo Weymayr in seiner „Topographie des Admontthales1859: Der Wunsch, dass Grund und Boden erträglicher sein möchte, erzeugte die Sage, dass er es ehemals wirklich gewesen. Wer der Sage buchstäblich auf den felsigen Grund gehen will, möge die geologischen Verhältnisse berücksichtigen: Der Schieferberg steht auf einem unruhigen Haselgebirge, welches für die Hangrutschungen und Zerreißungen im Berg mitverantwortlich ist.

Quelle

  • Hasitschka, Josef: Das Gesäuse als Beilage zur digitalen Wanderkarte, 2012, 1. Auflage (Original: Hasitschka,_Wegpunkte_Gesäuse_red.pdf‎)
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