Cäcilia von Rom

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Skulptur der hl. Cäcilia von Stefano Maderno in der Kirche Santa Cecilia in Trastevere in Rom (1599–1600).
Cäcilia von Rom (* um 200 in Rom; † 22. November 230? ebenda) war eine katholische Märtyrerin.

Leben

Cäcilia, die eine hübsche adlige Römerin gewesen sein soll, fühlte sich bereits schon als Kind Christus. Nachdem sie ihre Eltern aber mit dem heidnischen Jüngling Valerianus verheiratete, offenbarte sie ihrem Mann, dass ihr ein Engel als Beschützer ihrer Reinheit zur Seite stünde. Unter der Bedingung, dass er den Engel sehen dürfe, gestand Valerianus Cäcilia die Unberührtheit zu. Cäcilia konnte ihn dazu bringen, den greisen römischen Bischof Urban I. aufzusuchen, der ihn bekehren und taufen solle, dann könne er den Engel sehen. Valerianus erschien ein heiliger Greis und hielt ihm ein mit Goldbuchstaben geschriebenes Buch vor, woraufhin Valerianus den christlichen Glaube annahm und von Urban getauft wurde. Zu Cäcilia zurückgekehrt sah er den Engel bei ihr.

Cäcilia konnte noch weitere Personen bekehren. Weiter in ihrer Lebensgeschichte heißt es, dass der Präfekt Almachius sie nach einem Streit in ein kochendes Bad setzen. Aber Cäcilia fühlte nur Kühle. Dann versuchte ein Henker, sie durch Schwerthiebe drei Mal zu enthaupten. Aber es soll ihm nicht gelungen sein, der "hals-starrigen" Cäcilia den Kopf abzuschlagen. Noch drei Tage lebte die Schwerverwundete, vermachte ihr Gut den Armen, bekehrte weitere Umstehende und wurde dann - gekrümmt, wie sie zuletzt lag - in golddurchwirktem Gewand in einen Zypressensarg gelegt. Sie setzte Papst Urban I. als Erben all ihrer Güter ein. Dieser bestattete sie in den Katakomben des Callistus in Rom.

Kunst

Die hl. Cäcilia gehörte viele Jahrhunderte hindurch zu den meist dargestellten Heiligen. Künstler aller Epochen haben sich Leben oder Martyrium der jungen Christin zum Motiv gewählt. Eine bekannte Darstellung der Cäcilia, ihre Beziehung zur Musik symbolisierend, ist ein Deckenfresko (um 1510) in der Kathedrale zu Albi. Im Louvre in Paris hängt das Gemälde von Domenichino (um 1620), das Cäcilia mit einem Violoncello zeigt. Auf einem Gemälde von Moretto (um 1530) in der Kirche S. Clemente in Brescia ist Cäcilia Handorgel spielend zu sehen.

Auch ein Altarbild von Raffael (1505) im Metropolitan Museum in New York zeigt Cäcilia mit einem Blumenkranz aus roten und weißen Rosen; Zusammen mit Tiburtius und Valerianus stellte Stefano Maderna Cäcilia in einer Bronzefigur (16. Jahrhundert) dar, heute im Straßburger Münster zu sehen. Maderna schuf auch das berühmte steinerne Grabmal in S. Cecilia in Rom, die Liegefigur der Märtyrerin.

Attribute

Rosen, Schwert, Musikinstrumente;

Patronin

... der französischen Stadt Albi, der Kirchenmusik, der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker und Dichter;

Bauernregeln

"War an Simon und Juda kein Wind und Regen da, dann bringt ihn die Cäcilia."
"Wenn es an Cäcilia schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit."
"Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterszeit."

Ennstalbezüge

Am Sonntag, den 21. November 2004 fand eine Cäcilienfeier des Admonter Kirchenchores statt. Im Anschluss wurde im Stiftskeller gemeinsam zu Mittag gegessen.

Auch in Schladming ist eine Cäcilienfeier des römisch-katholischen Kirchenchores bekannt.

Weiterführend

Für Informationen zu Cäcilia von Rom, die über den Bezug zum Ennstal hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen