Sankt Jakob zu Leoben

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Die Kirche Sankt Jakob zu Leoben befindet sich zwar nicht mehr im Bezirk Liezen, war jedoch jahrhundertelang Spielball des Benediktinerstifts Admont und dessen "Mutterkloster", dem Erzstift St. Peter in Salzburg.

Geschichte soweit im Zusammenhang mit dem Ennstal

Die Kirche und die sie umgebende erste Siedlung Leoben wird in einer Urkunde vom 2. August 1188 erstmals urkundlichin der die „capella“ St. Jakob von Herzog Ottokar IV. dem Benediktinerstift Admont einverleibt wurde.

Die gute wirtschaftliche Lage der Pfarre im Mittelalter sicherten den Pfarrern gute materielle Einkünfte. Es kam zur Vergabe zahlreicher Pfründe, die auch besondere Versorgungsposten für Günstlinge wurden. Jahrhundertelang war genau dieses Patronatsrecht über St. Jakob immer wieder Anlass für Streit zwischen dem Benediktinerstift Admont, der Erzdiözese Salzburg, dem steirischen Herzog und der Stadt Leoben.

Einer der Gründe, weshalb es St. Jakob wirtschaftlich besonders ging, war der Umstand, dass es in dem aufblühenden Eisenmarkt lag.

Auch politisch wurde die Kirche im Mittelalter bedeutsam, traf sich hier doch 1252 der obersteirische Klerus. Bei den Beratungen ging es um Abgaben an den Papst. Bei diesem Treffen dürfte auch der Entschluss des Herzogs mitgeteilt worden sein, die Stadt in die Murschleife zu verlegen. Dort wäre sie besser zu verteidigen.

1690 verzichtet das Benediktinerstift Admont zugunsten der Salzburger Erzdiözese auf Sankt Jakob. Als Entschädigung erhält das Stift Admont das näher gelegene Gröbming.

Quelle