Ernst Fischbacher

Ernst Fischbacher (* 19xx in in Bruck an der Mur) ist nach der Gemeinderatswahl 2015 Bürgermeister der Gemeinde Ramsau am Dachstein.

Leben

Fischbachers Eltern bewirtschafteten in Bruck an der Mur einen großen Bauernhof. Als Ernst vier Jahre alt war, zog die Familie in die Ramsau. Fischbacher besuchte die Volks- und Hauptschule mit Polytechnischem Lehrgang in Schladming, dann absolvierte er eine Lehre als Kfz-Lehrling bei der Firma Knaus in Ramsau.[1]

Während der nächsten drei Jahre führte er den Milchkannentransport von Ramsau nach Schladming durch und besorgte über mehrere Jahre den Paketdienst Bahnexpress für die ÖBB. Außerdem legte er die Landesschilehrerprüfung und die Konzessionsprüfung für Güterbeförderung ab und war dann im Winter Skilehrer und im Sommer in der Werkstatt beim Golfplatz tätig. Als Nächstes arbeitete er als Fernfahrer, teils mit eigenem Lkw, und für eine Saison als Busfahrer bei der Planai. Nach der Familiengründung – Fischbachers haben einen Sohn und eine Tochter – wechselte er erneut den Beruf, betrieb eine kleine Servicestation und eine Vermietung.[1]

Bei der Gemeinderatswahl 2010 stieg Fischbacher in die Kommunalpolitik ein und kandidierte für den Gemeinderat von Ramsau am Dachstein. Er erreichte auf Anhieb 17,5 Prozent der Stimmen, was drei Gemeinderatsmandate bedeutete; davon konnte er allerdings – nachdem er alleine auf der Liste stand – nur eines besetzen.

In die Gemeinderatswahl 2015 ging er mit dem Spruch „Es wird Ernst“ und insbesondere folgenden Wahlaussagen:[1]

  • … es mir wichtig die Wirtschaft, egal ob Landwirt Handel oder Tourismus, zu fördern und zu stärken. …
  • … die wertvollen Produkte unserer Bauern selbst zu veredeln und zu vermarkten … Es muss für unsere Bauern wieder rentabel und ein Anreiz sein, ihren Beruf auszuüben.
  • … wichtig, den Gemeinderat zu entpolitisieren, um auf die gestellten Aufgaben einzugehen und Transparenz und Fairness zu gewährleisten …

… und es wurde Ernst: An der Wahlurne schenkten 48,3 Prozent der Wähler der Liste Ernst Fischbacher ihr Vertrauen, die damit im Gemeinderat die absolute Mandatsmehrheit erzielte und Ernst Fischbacher aus eigener Kraft zum Bürgermeister machen konnte. „Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich ihn wohl für narrisch erklärt“, sagte der Wahlsieger. Aus dem Spruch „Es wird Ernst“ wurde „Es ist Ernst“. Jetzt aber heiße es „Arbeiten, Arbeiten und noch einmal Arbeiten“.[2]

Quellen