Regenbogen‑Zebrastreifen Schladming (Vandalismus 2026)
Regenbogen-Zebrastreifen Schladming (Vandalismus 2026)
Hintergrund
In Schladming wurden im Sommer 2026 mehrere farbig gestaltete Zebrastreifen rund um die Volksschule Schladming wiederholt Ziel von Vandalenakten. Die Schutzwege waren zuvor auf Wunsch des Schladminger Kindergemeinderates erneuert und bunt gestaltet worden, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und ein sichtbares Zeichen für eine kinderfreundliche Umgebung zu setzen.
Die Kinder wollten damit zeigen, dass sie die Welt "ein bisschen bunter" sehen und zugleich die Sichtbarkeit der Übergänge verbessern. Die Gestaltung wurde vom Gemeinderat beschlossen und kurz darauf umgesetzt. Im Juli 2026 kam es zu einem Vandalenakt im Rathauspark, bei dem der von den Kindern des Schladminger Kindergemeinderates gesetzte Baum ausgerissen wurde.
Vandalenakte
Bereits kurz nach der Neugestaltung wurde einer der Zebrastreifen mit grauer Farbe übermalt. In der Nacht auf Dienstag, den 4. August 2026, kam es zu einem weiteren Vorfall: Unbekannte sprühten mit Neonfarbe obszöne Symbole sowie den Hashtag "#nogay" auf den Schutzweg gegenüber dem Rathauspark. Die Schmierereien wurden am Vormittag entdeckt und sorgten in der Stadt für deutliche Verärgerung.
Der betroffene Schutzweg liegt nahe dem Rathauspark und ist aufgrund von Büschen weniger gut einsehbar. Nach Angaben der Stadt war er bereits zuvor mehrfach Ziel von Beschädigungen.
Reaktionen
Bürgermeister Hermann Trinker verurteilte die Tat und kündigte an, den Vorfall zur Anzeige zu bringen und die Schmierereien zu entfernen. Er betonte, dass die farbigen Schutzwege zur Verkehrssicherheit beitragen und von vielen Gästen positiv wahrgenommen werden. Zugleich kritisierte er die Motivation hinter den Vandalenakten und sprach von einer "Umdeutung eines positiven Projekts ins Negative".
In sozialen Medien wurde die Maßnahme kontrovers diskutiert. Der Bürgermeister rief dazu auf, sich konstruktiv an der Gemeindepolitik zu beteiligen und sich gegen Stimmungsmache zu entscheiden.
Bedeutung für Schladming
Der Vorfall betrifft nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch das gesellschaftliche Klima im Ort. Ein niedrigschwelliges Projekt von Kindern wurde zur Projektionsfläche für Intoleranz und homophobe Botschaften. Die wiederholten Beschädigungen werfen die Frage auf, wie lokale Initiativen geschützt werden können, ohne die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen einzuschränken.
Maßnahmen
Die Stadtgemeinde veranlasste die Entfernung der Schmierereien und erstattete Anzeige. Weitere Sicherheitsmaßnahmen wurden zunächst nicht angekündigt, jedoch wird die Diskussion über Sichtbarkeit und Schutz der farbigen Zebrastreifen fortgeführt.
Bilder
- Regenbogen‑Zebrastreifen Schladming (Vandalismus 2026) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki
Quellen
- Kleine Zeitung, 6. August 2026: Bunter Zebrastreifen in Schladming übermalt: "Das ist nicht zu dulden"
- we-news.com, 11. August 2026: Erneute Beschmierung des bunten Zebrastreifens in Schladming sorgt für Empörung
- Der Ennstaler vom 15. Juli 2026