Sabrina Simader

Aus EnnstalWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sabrina Simader 2017, 02:49 min.

Sabrina Wanjiku Simader (* 13. April 1998 in Kilifi, Kilifi County, Kenia) ist eine kenianisch-österreichische Skirennläuferin mit Wohnsitz in Haus. Sie nahm 2017 als erste Kenianerin am alpinen Skiweltcup und an Alpinen Skiweltmeisterschaften teil. 2018 vertrat sie ihr Herkunftsland als erste Skirennläuferin bei Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, Südkorea.

Leben

Als drei Jahre alt war übersiedelte sie mit ihrer Mutter nach St. Johann am Wimberg im oberösterreichischen Mühlviertel. Mit einem hauseigenen Skilift und ihren Adoptivvater Josef Simader als Trainer erlernte sie das Skifahren. Im Altern von zehn Jahren wurde sie erstmals Vereinsmeisterin am Hansberg. Später zog die Familie nach Haus im Ennstal. Sabrina besuchte dann die Ski-Handelsschule in Schladming. Im Sommer 2018 wird sie die HAK-HAS in Liezen abschließen.

Im Sommer 2012 verstarb ihr Stiefvater an einen Herzinfarkt.

Sabrina Simader spricht fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Kikuyu und Swahili;

Skikarriere

Mit dem Kasachen Martin Chuber trainiert Simader auf der Planai. Sie ist die einzige Athletin des Kenya Ski Teams. Seit dem Tod ihres Stiefvaters wird sie vom Ex-ÖSV-Trainer Christian Reif betreut. Bis 2018 war sie bereits dreifache steirische Schülermeisterin.

  • 2012: steirische Jugendmeistertitel in Super-G, Riesenslalom und Kombination;
  • 2015: Achtungserfolg im März als Abfahrtssiebente bei den Deutschen Meisterschaften;
  • 2016: Im Februar nahm sie an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer, Norwegen, teil: in der Kombination Rang 20, im Super-G Rang 23 und im Riesenslalom Rang 26;
  • 2017:
Am 7. Jänner feierte Simader ihr Weltcup-Debüt im Riesenslalom von Maribor in Slowenien; als 61. und Letzte verpasste sie die Qualifikation für den zweiten Durchgang klar; als erste Kenianerin in einem Rennen des alpinen Skiweltcups sorgte sie für entsprechendes Medieninteresse;
Nur vier Tage später, am 11. Jänner, erreichte sie in einem FIS-Slalom am selben Ort mit Rang sieben ihr bisher bestes Ergebnis in einem internationalen Rennen;
Februar: In St. Moritz in der Schweiz ging sie erstmals im Rahmen der FIS Alpinen Skiweltmeisterschaften als einzige Rennläuferin des Kenya National Teams an den Start. Im Super-G belegte sie mit einem Rückstand von 8,68 Sekunden auf Siegerin Nicole Schmidhofer den 39. und letzten Platz. In Riesenslalom und Slalom verpasste sie jeweils die Qualifikation für den zweiten Durchgang und belegte den geteilten 60. bzw. 50. Platz.
Für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea qualifizierte sie sich über FIS-Punkte in den Disziplinen Riesenslalom, Super G und Slalom. Angetreten war sie dann aber nur in ihren Spezialdisziplinen Super G und Slalom.
Bei den Olympischen Winterspielen startete Simader als erste Kenianerin bei alpinen olympischen Wettbewerben. Bei der Eröffnungsfeier trug sie die kenianische Fahne. Am 15. Februar startete sie im Riesenslalom. Nach mehr als zwölf Sekunden Rückstand auf die Halbzeitführende Manuela Mölgg schied sie im zweiten Lauf aus. Im Super G schlug sie sich zwei Tage später beachtlich und belegte Rang 38 noch vor der mehrfachen Siegerin im South American Cup, Noelle Barahona oder Sarah Schleper.

Erfolge

  • Olympische Spiele Pyeongchang 2018: 38. Super-G
  • Weltmeisterschaften St. Moritz 2017: 39. Super-G, 50. Slalom, 60. Riesenslalom
  • Juniorenweltmeisterschaften Fassatal 2019: 24. Abfahrt, 38. Super-G
bei FIS-Rennen
  • Vizeweltmeisterin beim Arnold-Lunn-Weltcup 2018 in St. Anton am Arlberg, Tirol
  • Slowenische Meisterschaft 3. Platz Alpine Kombination
  • 2x 1. Platz Slowenien beim Super-G 2019
  • 1. Platz bei der Afrikanischen Weltmeisterschaft 2019

Weblinks

Quellen