Notmaßnahmen sichern Stromversorgung im Großen Sölktal

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Notmaßnahmen sichern Stromversorgung im Großen Sölktal nach den verheerenden Unwettern 2017.

Einleitung

Die Bilder der Verwüstung im Großsölktal schafften es österreichweit auf die Titelseiten. Besonders betroffen ist der regionale Energieversorger Elektrizitätswerk Gröbming, der sowohl das Stromnetz in den Sölktälern wie auch etliche Wasserkraftwerke betreibt.

Der „Ennstaler“ fragte kurz nach dem Unwetter bei Geschäftsführer Mag. Ernst Trummer nach:

Der Ennstaler: Das E-Werk Gröbming ist von der Unwetterkatastrophe im Großsölktal massiv betroffen. Was ist Stand der Dinge?

Ernst Trummer: „Der Anschluss ans öffentliche Stromnetz ist komplett gekappt. Die Hochspannungsleitung wurde fortgespült. Desweiteren ist von vier Wasserkraftwerken im Großsölktal bei drei Werken ein Totalausfall zu beklagen. Einzig das Werk ‚Strickeralmbach‘ ist noch funktionsfähig und versorgt als ‚Inselkraftwerk‘ Teile des Ortes.

Der Ennstaler: Seit Freitag-Abend (Anm: 4. August 2017) ist das Großsölktal von der öffentlichen Stromversorgung abgeschnitten. Was wurde unternommen, dass dennoch alle Strom haben?

Ernst Trummer: „In einem Gewaltsakt und unter Zuhilfenahme aller verfügbaren Kräfte im Unternehmen wurden in kürzester Zeit als Notmaßnahme drei völlig unabhängige Strominseln geschaffen. Ein Teil des Ortes wird mit dem letzten verbliebenen Kraftwerk Strickeralm versorgt, der Ortsteil Mössna wird mit einem 400-KWAggregat versorgt, der Ortsteil St. Nikolai mit einem zusätzlichen 100-KW-Aggregat.

Der Ennstaler: Wie lange können diese aufwendigen Strominseln betrieben werden?

Ernst Trummer: „Diese Notmaßnahmen sind kompliziert und kostenintensiv. Nur als Beispiel sei erwähnt: Nebst schwerem Gerät sind rund 1 000 Liter Diesel pro Tag anzusetzen, um die Einwohner zu versorgen. Als weitere Notmaßnahme wird seit Montagfrüh (Anm: 7. August 2017) an der provisorischen 30-KV-Leitung gebaut, um das Sölktal wieder ans öffentliche Stromnetz zu bringen.

Der Ennstaler: Wie geht es weiter?

Ernst Trummer: „Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Krisenmanager Werner Schwab funktioniert wirklich ausgezeichnet. Oberste Priorität hat die Versorgung der Bevölkerung. In einem zweiten Schritt werden die Schäden vor allem an den Druckrohrleitungen und Wasserfassungen erhoben.

Der Ennstaler: Können Sie Schäden, die dem E Werk Gröbming entstanden sind, beziffern?

Ernst Trummer: „Es geht in die Millionen.

Quelle