Nickelerzbergbau

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Der Nickelerzbergbau war ein wesentlicher industrieller Zweig der jüngeren Bergbaugeschichte in der Region Schladming, da im 19. Jahrhundert Nickel in Europa noch wenig verbreitet war und diesem Metall als Legierungsmetall eine besondere Bedeutung zukam.

Allgemeines

1832 kaufte Johann Rudolf Ritter von Gersdorff die Silber- und Kobaltgruben in der Zinkwand und Vöttern und begründete den Nickelabbau. 1840 errichtete er den Nickelschmelzofen im Obertal. Nach ihm wurde auch das im Bergbau Zinkwand abgebaute Erzmineral Gersdorffit benannt. Das gewonnene Erz wurde in der Verhüttung in Mandling weiterverarbeitet. 1875 oder 1876[1] wurde der Nickelabbau wegen Preisverfall unter dem letzten Leiter Rudolf Flechner eingestellt [2].

Nickelvorkkommen

Die ergiebigen Nickelgängekreuzungen verlaufen in der Zinkwand und Vöttern auf einer Höhe von bis 1 900 m ü. A. und liegen zum Teil zutage. Aufgrund der Lage war die Erzgewinnung für die Bergknappen schwierig und gefährlich. Der Nickelkies kommt in verschiedenen Unterkategorien an den Ein- und Ausgangklüften der Nickelgänge abbaulohnend vor. An beiden Abbaustätten waren insgesamt acht Erzgangkreuzungen der Nickellinien aufgeschlossen. Stellenweise war die Menge des Nickelreingehaltes so hoch, wie sonst in keinem Nickelbauwerk der Welt mit vergleichbarem Abbauraum mit gleicher Ausdehnung. Wegen verschiedener Besitzverhältnisse und Differenzen wurde der Nickelabbau nicht nach einer systematischen Planung durchgeführt, sondern man folgte beschränkt den zu Tage vorkommenden Nickel und den Nickelkreuzungsgängen, ohne dabei einen Tiefbau zu betreiben[3].

Quellen

  1. verschiedene Jahresangaben bei Recherchen
  2. Heimatkundliche Blätter von Schladming, abgefragt am 22. Jänner 2014
  3. Polytechnisches Journal - Flechner, über Vorkommen und Ausbeute der Nickelfundstätten., abgefragt am 21. Jänner 2014