Lederhose

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Die Lederhose ist ein typisches Beinkleid männlicher Bewohner der Alpen.

Allgemeines

Diese ist in un­seren Tagen Mittelpunkt modi­scher Trachtenkleidung und im Angebot billiger Massenware bis zur kunstvoll bestickten "Handgenähten" ist ein gern ge­tragenes Kleidungsstück.

Während die ledernen Ho­sen bis zum 18. Jahrhundert meist naturgelb waren, kennen wir seit gut 100 Jahren auch die "altschwarze" Trachtenhose. Kaiser Franz Josef I. wurde von der Salzburger Firma Jahn­-Markl mit Gamshäuten beliefert und erbat sich, das Leder so zu bearbeiten, dass die neue Hose schon etwas abgetragen wirke. So entstand der Begriff "altschwarz", der im vergange­nen Jahrhundert vielfach die Lederhosenfarbe bestimmte.

Die kniefreie Latzhose, die durch willkürliche Verkürzung der Hosenbeine entstand, scheint in Salzburg, Tirol und Bayern gleichzeitig erstmals in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf. Das verwendete Material war immer sämisch gegerbtes Wildleder von Hirsch, Gämse und Reh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde für viele Trachtenhosen vielfach die billige "Teufelshaut" (dicker Velvet) oder helles Spaltleder verwendet. Echte Wildleder­hosen galten immer als Zeichen des Wohlstandes. Diese zeich­nen sich seit jeher durch wei­ches, anschmiegsames Sä­mischleder aus. In der Männer­tracht des 18. Jahrhunderts war es üblich, den Bund der Hosen sehr tief zu tragen. Darüber hat sich vor allem die Hohe Geist­lichkeit beschwert und in der Kleiderordnung breite Gürtel gefordert. Sie sollten Bauch und Lende bedecken und das "Pfoadl" züchtig im Zaume hal­ten. In der Sinnkraft und Be­deutung wurde so dem Gürtel die Trennung zwischen dem "sündigen" Unterkörper und dem mit Geist durchfluteten Oberkörper zugewiesen. Dazu kam noch der Schutz für die umgürtete Mitte und eine besondere künstlerische Ausferti­gung. Die ältesten Bauchfat­schen waren mit Metall be­schlagen und verwiesen in ih­rer prächtigen Ausstattung auf Stand und Ansehen des Trä­gers.

Im 18. und 19. Jahrhundert übernahm die Federkielsticke­rei die zauberhafte Auszier, wobei besonders die Pfauen Federn lassen mussten. Diese farbenprächtigen Vö­gel waren bei unseren Bauern­häusern stark vertreten. Aus den Kielen der Deck­- und Stützfedern wurden nun die Stickfaden gewonnen und die Ranzen kunstfertig verziert.

Im Ennstal

Bei zahlreichen Musikkapellen im Ennstal tragen die Männer Lederhosen, so beispielsweise beim Musikverein Pruggern. In Pruggern gibt es den Säckler Josef Klein (Leder Klein).

In Gröbming stellt das Unternehmen Schlüßlmayr immer noch die notwendigen Rohmaterialien dazu her.

Quelle