Hetzversammlung 1927 in Haus im Ennstal

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Eine Hetzversammlung fand am 27. Oktober 1927 in Haus statt.

Einleitung

Bereits am Samstag, den 16. August 1927 hatte gegen den sozialdemokratischen Oberlehrer Friedrich Kabusch in Haus ein Terrorakt stattgefunden.

Herbst 1927

Im Oktober veranstalteten die Christlichsozialen in Haus erneut eine wüste Hetze gegen den Oberlehrer. Mit allen bekannten Mitteln der Lüge und Verleumdung wurde gegen den Oberlehrer gearbeitet, bis zum Schulstreik wurde es getrieben, nur weil der Oberlehrer ein Sozialdemokrat war.

Der Kaplan von Haus, Karl Winkler, stand an der Spitze der Terroristen und in der Hetzversammlung am 12. Oktober 1927 schüttete er das Füllhorn christlicher Liebe und Wahrheitstreue aus.

Kabusch zeigte dann Kaplan Winkler wegen Ehrenbeleidigung beim Bezirksgericht Schladming an, wo er bedingt verurteilt wurde. Das Berufsgericht Leoben hob das Urteil wegen Nichteinvernahme von Entlastungszeugen auf und ordnete für den 18. Juli 1928 eine neue Verhandlung an. Diesmal ging der Kaplan, um einer neuen Verurteilung zu entgehen, auf die seinerzeit schon vom Kläger verlange Ehrenerklärung, Bezahlung aller Gerichtskosten und Veröffentlichung im christlich-sozialen Wochenblatt des Ennstals ein.

Quelle

  • ANNO, Arbeiter Zeitung, Ausgabe vom 3. August 1928, Seite 4