Unser Urwald

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Unser Urwald
Urwald-Schickhofer.jpg
Buchdaten
Autor: Matthias Schickhofer
Verlag: Christian Brandstätter Verlag Wien
Erschienen: 2015
ISBN: ISBN 978-3-85033-924-7
Seiten: 208

Unser Urwald ist ein Bildband über "die letzten wilden Wälder im Herzen Europas.

Inhalt

Einst war beinahe ganz Europa von Urwäldern bedeckt. Ein nahezu lückenloses Waldmeer bedeckte das Land. Riesige Bäume dominierten die Waldwildnis. Märchen und Fantasy-Geschichten („Mittelerde“) zeugen von dieser versunkenen Welt – und unserer Sehnsucht danach. In den vergangenen Jahrhunderten wurden unsere Urwälder fast zur Gänze gerodet. Aber: In versteckten Winkeln haben Urwälder und wilde Naturwälder bis heute überlebt. Der Fotograf, Buchautor und Umweltschützer Matthias Schickhofer hat in den letzten drei Jahren mehr als 77 Ur- und Naturwaldgebiete im „Herzen Europas“ im Zuge etlicher Expeditionen besucht. Er entdeckte faszinierende, bereits verschwunden geglaubte Paradiesplätze – unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südschweden, Rumänien, Ukraine oder Kroatien. An verborgenen Orten, oft gar nicht weit weg von den Metropolen Mitteleuropas, existieren hier noch letzte „Überlebende“ der urzeitlichen Schöpfung.

In seinem neuen Bildband „Unser Urwald. Die letzten wilden Wälder im Herzen Europas“ (Brandstätter Verlag) legt Matthias Schickhofer nun eine umfassende und hochwertige Fotodokumentation über die Ur- und Naturwaldgebiete in den Alpen, Karpaten, im Hinterland der Badestrände des Südens und in den Tiefländern und Mittelgebirgen im nördlichen Mitteleuropa vor. In Naturwaldreservaten, Nationalparks und Naturschutzgebieten dürfen Wälder heute wieder unbeeinflusst von wirtschaftlicher Nutzung gedeihen.

Schickhofer will mit seinem Buch aufrütteln und zum verstärkten Schutz unserer letzten Urwälder aufrufen. Weniger als ein Promille der Wälder Mitteleuropas sind noch in einem Urzustand und etliche dieser Gebiete sind akut bedroht: Vor allem in Teilen Osteuropas schreitet ihre Zerstörung rasant voran.

Natur-Interessierte finden im Buch zahlreiche Tipps für individuelle Urwald-Erlebnisse – auf markierten Wegen.

Der opulente Bildband wurde mit Unterstützung der Österreichischen Bundesforste, des WWF Österreich, der Gerhard Klemenz GmbH, der Esterházy-Forstbetriebe und der Firmengruppe Kastner gedruckt.

Rezension 1

Ein faszinierender Bildband, der die Sehnsucht nach intakter Natur weckt

Fichten-Geister im einem Urwald im Ticha-Tal in der Slowakei, Feenplatz am Urwaldfluss Welyka Uholka in der UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenurwälder in den Karpaten“, Urwaldkreaturen in der Kampfzone des Zdrocle-Urwalds in Südslowenien oder Waldsaurier und ein Eingang zur Hölle im Bayerischen Wald: der Autor, Umweltschützer und Naturfotograf Matthias Schickhofer begeistert nicht nur durch seine sensationellen Aufnahmen in diesem Buch, sondern auch durch sein bewusstes oder unbewusstes Wissen von Waldgeister der Schamanen.

Seit Jahren faszinieren mich Bildbände des Christian Brandstätter Verlags in Wien. Dieses Buch über die letzten Urwälder und Urwaldreste in Mitteleuropa ist ein herausragender Bildband! Schickhofer blickt mit einem Makroobjektiv unter die Lamellenhaube eines Pilzes, fängt die Schönheit einer sich im Abendlicht schließenden Waldblume ebenso ein wie er einem Feuersalamander in die Augen blickt. Stimmungsvolle, ganz- oder doppelseitige Farbbilder auf angenehm mattem Papier und in ausgezeichneter Druckqualität wechseln mit halbseitigen Aufnahmen ab. Auch farblich scheinen die Bilder jeder Doppelseite aufeinander im Farbton abgestimmt zu sein. Licht und Schatten, Makroaufnahmen und Bilder mit Blicken über Wälder - von gut 210 Seiten sind „nur“ 57 Textseiten, die anderen sind mit eindrucksvollen Bildern gefüllt.

Aber auch der Text ist gut recherchiert und fundiert. In der Einleitung erfährt der Leser, dass nur mehr vier Promille der europäischen Wälder Urwälder sind und davon befinden sich 90 Prozent in den Karpaten. Mit der Beschreibung des Buchenwaldes beginnt Schickhofer und setzt mit den Urwaldresten und Naturwäldern im Alpenbogen fort. Zauberwald Rothwald im südlichen Niederösterreich, der Nationalpark Kalkalpen oder der Nationalpark Gesäuse sind dabei ebenso Themen wie die Salzburger Kalkhochalpen und die Hohen Tauern. Natürlich beschreibt er auch den Nationalpark Berchtesgaden, Urwälder in der Schweiz und Norditalien. Im nächsten Kapitel geht es um das „wilde Herz Mitteleuropas – die Waldwildnis der Karpaten“: Slowakei, Polen, Rumänien, Ungarn und die Ukraine. Die grüne Stille in Kroatien. Slowenien, Bosnien und Herzogwina sowie Italien folgen. Auch in Europas Norden stellt der Autor Urwälder vor. Soweit vorhanden, führt er auch Weblinks zu den Urwäldern an. Abschließend informiert er über „unsere Wälder brauchen Schutz“ und bietet zwölf Erlebnistipps für individuelle Urwalderlebnisse. Mit einem Quellenverzeichnis und Literaturtipps schließt dieses Buch. Im rückwärtigen Einband ist eine Übersichtskarte und ein Verzeichnis über alle 77 „Paradieswälder“ in diesem Buch.

Ich bin auch als Fotograf sehr beeindruckt vom fotografischen Auge des Autors. Es ist ein wunderbares Buch, das schon beim Durchblättern Sehnsucht nach intakter Natur weckt. Gott-sei-Dank lebe ich selbst noch in einer relativ intakten Natur, aber trotzdem schaue ich gerne immer wieder in diesen ausgesprochen schönen Bildband.

Rezension 2

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Quelle