Richard Issler

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Richard Issler (* 1842 1843? in Berlin; † 17. Mai 1896 in Wien) war ein Herausgeber, Fotograf und Alpinist.

Leben

1875 gründete er die „Neue Deutsche Alpenzeitung“ und redigierte diese bis 1880. Er war auch ein hervorragender Fotograf.

Bei seinen zahlreichen Bergfahrten im Dachsteingebirge, den Hohen Tauern, in den Dolomiten und den Steiner Alpen stieß er immer wieder in Neuland vor. 1877 unternahm er zusammen mit Faschingbauer die Erstbesteigung der Dachstein-Südwand, 1878 mit Führer Dimai die der Kleine Zinne, 1879 zweimal die der Großen Bischofsmütze mit Sattler (beim ersten Versuch mit Führer Knauss) ohne Erfolg. Dagegen gelangen ihm 1868 Rax, Gamseck, Erstbesteigung mit Lötsche; 1871 Großr Eiser, Erstbesteigung, mit Brandtner und Großer Geiger, Erstbesteigung , mit Führer Groder; 1874 Hoher Nuvolao, erste touristische Besteigung, mit Führer Siorpaës; 1876 Brana (Steiner Alpen), neuer Anstieg mit Frischauf und Ratmoser; 1877 Froppa (Marmarolegruppe), W-Grat, Erstbegehung, mit Aichinger und Führer Lacedelli.

Bei einer winterlichen Besteigung des Antelao erfror sich Issler beide Füße und erkrankte ohne je wieder seine volle Gesundheit zu erlangen.

Issler gehörte zu den Bergsteigern, die in den 1870er Jahren durch ihr Wirken und Vorbild der Wiener Bergsteigerschule einen bedeutenden Aufschwung gaben.

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 45f.