Burgstallalmbahn

Die Bergstation

Der Burgstallalmbahn ist ein Sessellift auf der Planai in der Stadtgemeinde Schladming.

Daten

  • Typ: Kuppelbare 8er-Hochgeschwindigkeits-Sesselbahn mit Abdeckhauben und Sitzheizung
  • Baujahr: 2016
  • Geschwindigkeit: fünf Meter pro Sekunde
  • Förderleistung: 2 800 Personen pro Stunde
  • Hersteller: Leitner
  • Höhenunterschied: 336 Meter
  • Länge: 1 039 Meter
  • Talstation: 1 572 m ü. A.
  • Bergstation: 1 908 m ü. A.

Ereignis

Am 23. November 2025, einen Tag nach Beginn der Wintersaison, entdeckten Skifahrer auf der Planai gegen 12:45 Uhr einen reglosen Mann auf der Trasse der Burgstallalmbahn. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nur mehr den Tod des 42‑jährigen Grazers feststellen. Zunächst wurde angenommen, dass der Mann abseits der Piste gestürzt war und dabei in den harten Untergrund eingefädelt hatte, da kaum Tiefschnee vorhanden war.

Im Februar 2026 veröffentlichte die Alpinpolizei jedoch eine neue Einschätzung des Unfallhergangs. Die Auswertung der Smartwatch des Verunglückten deutete darauf hin, dass der Mann aus rund zehn Metern Höhe aus dem Sessellift gestürzt war und sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen hatte. Laut Polizei ergaben die Daten einen abrupten Abbruch der vierten Liftfahrt. Gleichzeitig wurde betont, dass bei den Planai‑Bahnen keine technischen Fehler festgestellt worden seien.

Die Mutter des Verstorbenen bezweifelte diese Darstellung und brachte beim Bezirksgericht Schladming eine Klage ein. Im Rahmen eines Zivilverfahrens fordert sie die Erstattung der Begräbniskosten in Höhe von rund 8.150 Euro. Sie geht davon aus, dass der Sicherheitsbügel des Sessellifts aufgrund eines technischen Defekts nicht korrekt geschlossen gewesen sein könnte. Die Planai‑Bahnen vertreten hingegen die Ansicht, dass der Schließmechanismus nicht vollständig eingerastet war und sich deshalb öffnen ließ.

Im Zuge der Verhandlung wurde auch die Interpretation der Smartwatch‑Daten hinterfragt. Unklar blieb, weshalb der mutmaßliche Sturz von niemandem beobachtet wurde, obwohl sich zum Zeitpunkt des Einsteigens mehrere Personen in unmittelbarer Nähe befanden. Da es auf der Burgstallalmbahn keine Videoüberwachung gibt, konnte nicht festgestellt werden, auf welchem Sessel der Mann saß. Ebenso blieb offen, wie die Erdspuren an den Skiern zu erklären sind, die zunächst zu der Annahme eines Einfädlers geführt hatten.

Für den weiteren Verlauf des Verfahrens wurden mehrere Zeugen, darunter Ermittler und Mitarbeiter der Planai‑Bahnen, geladen. Ein Sachverständiger soll den Unfallhergang rekonstruieren. Die nächste Verhandlung wird voraussichtlich direkt an der Unfallstelle stattfinden, sobald die Burgstallalmbahn im Winter wieder in Betrieb ist.

Bilder

  • Burgstallalmbahn – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Quellen