Wilhelm Huber

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Wilhelm Willi Huber (* 1922 in Schladming; † 9. August 2020 in Geraldine, Neuseeland) war ein Skipionier aus Schladming.

Leben

Der gebürtige Schladminger war 1953 nach Neuseeland ausgewandert, wo er zunächst als Bergführer arbeitete. Er gilt als einer der Gründerväter des in den 1970er-Jahren erschlossene Mount-Hutt-Skigebiets in Canterbury. Durch seine Kontakte fand ein Trainingslager des österreichische Olympia-Skiteam dort statt.

Medien zufolge starb Huber am 9. August im Alter von 98 Jahren in der neuseeländischen Stadt Geraldine.

Im Herbst 2020 löste die SS-Vergangenheit von Willi Huber in Neuseeland eine Debatte aus. Nach dem im August 2020 in Neuseeland verstorbenen Skipionier sind dort eine Skipiste („Hubers Run“)[1] und ein Bergrestaurant benannt. In einer Petition 5 100 Unterschriften hatten nun Tausende eine Umbenennung und Entfernung einer Gedenktafel mit seinem Namen gefordert. Der Grund für diese Forderung ist die Mitgliedschaft von Huber bei der Waffen-SS und seine Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz. Zudem hatte sich Huber in den vergangenen Jahren in Interviews in Neuseeland verharmlosend über die NS-Zeit geäußert (u. a. hatte er dabei das 'Simon Wiesenthal Center' in Jerusalem, Israel, kritisiert).

Die Eigentümer des Skigebiets wollten bisher (September 2020) der Forderung nicht nachkommen. Das Unternehmen würde eine Umbenennung in Betracht ziehen, wenn Beweise vorliegen, die Huber ausdrücklich mit Kriegsverbrechen in Verbindung brächten.

Auszeichnung

Bundespräsident Thomas Klestil verlieh ihm für seine Verdienste um den österreichischen Skisport 2003 die „Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich“.

Quellen

Fußnoten

  1. www.msn.com
  2. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki