Special Olympics International

Aus EnnstalWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Special Olympics International sind die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung. Sie ist vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannt und darf als einzige Organisation den Ausdruck „Olympics“ weltweit nutzen. Durch Special Olympics soll mit dem Mittel Sport die Akzeptanz von Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft verbessert werden. Sie unterscheiden sich von den Paralympics dadurch, dass dort Menschen mit körperlicher Behinderung teilnehmen.

Special Olympics Eid

Lasst mich gewinnen!
Aber wenn ich nicht
gewinnen kann, dann lasst
es mich mutig versuchen.“[1]

Allgemeines

Die Special Olympics International bieten weltweit in 180 Nationen für mehr als 2,5 Million Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit mentaler Behinderung ganzjährige Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten in 26 verschiedenen olympischen Sportarten an. Diese Sportarten bzw. ihr Regelwerk sind so gestaltet, dass möglichst viele Menschen mit mentaler Behinderung daran teilnehmen und ihrer Behinderung entsprechend sich mit annähernd gleich starken Personen messen können.

Die Special Olympics International wurden 1968 von Eunice Kennedy Shriver, der Schwester von John F. und Robert Kennedy sowie Mutter von Maria Shriver (und damit Schwiegermutter von Arnold Schwarzenegger), gegründet, deren ältere Schwester Rosemary Kennedy selbst behindert war.

Schladming war 1993 der erste Winter-Austragungsort der Special Olympics außerhalb der USA. Für die Special Olympics International 2017 hatte sich Schladming neuerlich im Frühjahr 2011 beworben.

Geschichte

Juni 1963: Eunice Kennedy Shriver eröffnet in ihrem Haus in Maryland eine Sommertagesstätte für mental behinderte Kinder und Erwachsene, um Erfahrungen über deren Fähigkeit bei verschiedenen Sportarten und Aktivitäten sammeln zu können.

September 1963: Die American Association for Health, Physical Education and Recreation und die Joseph P. Kennedy, Jr. Foundation initiiert ein gemeinsames nationales Programm für Körpererziehung mental Behinderter, wobei Preise für Leistung in Kraft, Ausdauer und Koordination verliehen werden.

1964 - 1968: Hunderte von Organisationen in ganz Amerika gründen von der Kennedy Foundation finanzierte Tagescamps. Durch die Aktivitäten in diesen Camps stellt sich heraus, dass die Fähigkeit mental Behinderter die Erwartungen der Fachleute bei weitem übertreffen.

19. - 20.Juli 1968: Die Kennedy Foundation plant und organisiert zusammen mit dem Chicago Park Distrikt die Ersten Internationalen Special Olympics. Austragungsort ist das "Soldier Field" in Chicago, auf dem 1 000 mental Behinderte aus 26 US-Staaten und Kanada in Leichtathletik- und Schwimmveranstaltungen im Wettkampf stehen.

Dezember 1968: Special Olympics Inc. wird gemäß den Gesetzen des Districts of Columbia als ein gemeinnütziger karitativer Verein gegründet. Die National Association for Retarded Citiziens, das Council for Exceptional Children und die American Association on Mental Deficiency verpflichten sich zur Unterstützung dieser systematischen Bemühung, mental behinderten Menschen Körpererziehung und athletische Wettbewerbe im Sinne der olympischen Tradition und des olympischen Geistes zugänglich zu machen.

Jänner 1970: Alle 50 Staaten, der District of Columbia und Kanada verfügen über Programme über Special Olympics. 50 000 Athleten nehmen an lokalen Programmen mit Sporttraining und Wettbewerben teil.

Juni 1970: Bei den ersten Special Olympics in Frankreich nehmen 550 Sportler erstmals ihre Chance außerhalb Nordamerikas wahr.

13. - 15. August 1970: In Chicago finden unter Teilnahme von 2 000 Sportlern aus allen 50 US - Staaten, dem District of Columbia, Frankreich und Puerto Rico die Zweiten Internationalen Special Olympics statt.

Dezember 1971: Das Olympische Komitee der USA erteilt Special Olympics die offizielle Genehmigung, als eine von nur zwei Organisationen in den USA den Namen "Olympics" zu tragen.

13. - 18. August 1972: Zu den Dritten Internationalen Special Olympics treten 2 500 Sportler an der Universität von Kalifornien in Los Angeles an.

7. - 11. August 1975: 3.200 Athleten aus zehn Ländern nehmen an den Vierten Internationalen Special Olympics teil, die an der Central Michigan Universität in Mt. Pleasant im Staat Michigan ausgetragen werden.

5. - 11. Februar 1977: Die Ersten Internationalen Winterspiele der Special Olympics finden in Steamboat Springs im US-Staat Colorado statt; über 500 Athleten nehmen an den Ski - und Eislaufwettkämpfen teil. Die Fernsehanstalt CBS, ABC und NBC übertragen die Spiele.

8. - 13. August 1979: Die fünften Internationalen Sommerspiele der Special Olympics werden an der Staatsuniversität von New York in Brockport im US-Staat New York ausgetragen. Über 3.500 Athleten aus allen US-Staaten und aus mehr als 20 Ländern nehmen daran teil.

8. - 13. März 1981: Die Zweiten Special Olympics Winterspiele werden in Smuggler´s Notch und Stowe im US-Staat Vermont ausgetragen. Über 600 alpine Skiläufer, Skilangläufer und Eisläufer nehmen teil. Eric Heiden, Gewinner von 5 olympischen Goldmedaillen, fungiert als Cheftrainer der Spiele. Turner Broadcasting überträgt eine einstündige Sondersendung.

Mai 1981: Die Ersten Europäischen Sommerspiele der Special Olympics werden in Brüssel ausgetragen. Über 2.000 Athleten treten zu den Wettkämpfen an.

12. - 18. Juli 1983: Die Sechsten Special Olympics Sommerspiele werden an der Staatsuniversität von Louisiana in Baton Rouge im US-Staat Louisiana ausgetragen. 60 000 Zuschauer wohnen der Eröffnungsfeier bei; 4 000 Athleten beteiligen sich an den Spielen.

1984: Die ersten offiziellen Spielregeln der Special Olympics werden veröffentlicht.

24. - 29. März 1985: Die Dritten Internationalen Special Olympics Winterspiele werden in Park City im US-Staat Utah ausgetragen. Athleten aus 14 Ländern nehmen an Ski - und Eislaufwettkämpfen teil.

Juli 1985: Die Zweiten Europäischen Sommerspiele werden in Dublin, Irland ausgetragen. Athleten aus 18 europäischen Länder kommen zu den Spielen.

4. Juli 1985: Die Volksrepublik China tritt als 65. Nation Special Olympics bei.

September 1986: Das Internationale Jahr der Special Olympics, das in den Sommerspielen 1987 seinen Höhepunkt findet, beginnt bei den Vereinigten Nationen in New York City unter dem Motto "Special Olympics vereinigt die Welt".

31. Juli - 8. August 1987: Austragung der Siebenten Internationalen Sommerspiele der Special Olympics an der Notre Dame Universität und Saint Mary`s College in South Bend im US - Staat Indiana. Mehr als 4 700 Athleten aus über 70 Ländern nehmen an der weltweit größten Amateur-Sportveranstaltung des Jahres 1987 teil. Berichte über die Veranstaltung erscheinen in den Zeitschriften Sports Illustrated und Time und erreichen weltweit über 150 Millionen Menschen.

31. Juli - 15. August 1987: Die Fernsehanstalt ABC überträgt während der Hauptsendezeit die zweistündige Sondersendung "Die Eröffnungsfeier der Special Olympics" und widmet am 15. August die gesamte Sendung Wide World of Sports den Internationalen Sommerspielen der Special Olympics. Diese ABC-Sondersendung ist die erste Übertragung einer internationalen Veranstaltung von Special Olympics, die während der Hauptsendezeit ausgestrahlt wird.

1988: Die Special Olympics feiern ihren 20. Jahrestag mit Programmen für Sportler aus 73 Ländern. Training wird in zehn Sommersportarten, sechs Wintersportarten und sechs Schausportarten angeboten.

Februar 1988: Das Internationale Olympische Komitee sowie Sargent und Eunice Kennedy Shriver unterzeichnen ein historisches Dokument, in dem Special Olympics offiziell bestätigt und anerkannt wird.

Juli 1988: Die Unified Sports der Special Olympics nehmen bei der jährlichen Konferenz der Special Olympics in Reno im US-Staat Nevada ihren Anfang. Bowling, Volleyball und Softball sind die ersten mit einbezogenen Sportarten.

1. - 9. April 1989: Die Vierten Internationalen Winterspiele der Special Olympics werden in Reno im US-Staat Nevada und Lake Tahoe im US-Staat Kalifornien ausgetragen. Mehr als 1 000 Athleten aus 18 Ländern kommen zu den Wettkämpfen.

20. - 27. Juli 1990: Die Dritten Europäischen Sommerspiele der Special Olympics werden in Strathclyde, Schottland ausgetragen. 2 400 Sportler, die an acht offiziellen Sportdisziplinen und fünf Schausportarten teilnehmen, vertreten 30 europäische Länder. Delegationen aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn, Island, Estland, Lettland, Litauen und der UdSSR nehmen zum ersten Mal an diesen internationalen Spielen teil.

19. - 27. Juli 1991: Die Achten Internationalen Sommerspiele der Special Olympics werden in Minneapolis, St. Paul im US-Staat Minnesota ausgetragen. Es ist die weltweit größte Sportveranstaltung des Jahres 1991 und der größte internationale Wettkampf in verschiedenen Sportarten, der jemals in Minnesota ausgetragen wurde. Über 100 Länder sind durch 6 000 Sportler vertreten, die in 16 Sportarten der Special Olympics im Wettkampf stehen.

20. - 27. März 1993: Die Special Olympics International 1993 finden in Schladming und Salzburg statt. Es sind die fünften Weltwinterspiele und weltweit die ersten Winterwettbewerbe der Special Olympics, die nicht in Nordamerika ausgetragen werden. Mehr als 2 000 Sportler nehmen daran teil.

Juli 1993: 25 Jahr Jubiläum der Special Olympics. Es findet eine Weltkonferenz in Orlando, Florida statt.

29. Juni - 10. Juli 1995 Die Neunten Internationalen Sommerspiele von Special Olympics finden in New Haven im US-Staat Connecticut statt. 7 000 Sportler starten in mehr als 20 Sportarten.

1. - 8. Februar 1997: Die Sechsten Weltwinterspiele finden in Toronto, Collingwood in Kanada statt. 2 000 Sportler starten in 7 Sportarten.

26. Juni - 4.Juli 1999: Die Zehnten Welt-Sommerspiele finden in Raleigh, Durham, Chapel Hill "Triangle" in North Carolina, USA statt.

27. Mai bis 04. Juni 2000: Die Vierten Europäischen Sommerspiele finden in Groningen/Holland statt. 44 österreichische Athleten nehmen an diesem Event teil.

03. bis 10. März 2001: In Anchorage/Alaska werden die Siebenten Special Olympics Weltwinterspiele ausgetragen. Mehr als 2 750 Athleten aus 80 Nationen sind am Start und mehr als 3 500 freiwillige Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Spiele. Die österreichische Delegation besteht aus 52 Teilnehmern.

20. bis 29. Juni 2003: Die Elften Internationalen Weltsommerspiele finden in Dublin, Irland statt. Mit insgesamt 7 000 Athleten 3 000 Trainern und Betreuern sowie 28.000 Familienangehörigen aus 160 Ländern der ganzen Welt ist es das größte Special Olympics Ereignis bisher. Aus Österreich nehmen 157 Sportler und Trainer, eine Teamärztin, zwei Delegationsleiter sowie zwei Projektleiter daran teil.

26. Februar bis 05. März 2005: Die Achten Special Olympics Weltwinterspiele werden erstmals in Asien, in Nagano, Japan ausgetragen. 2 500 Athleten, 650 Trainer sowie tausende freiwillige Helfer und Zuschauer sind in Nagano anwesend und feiern ein sportliches Großereignis. 118 Athleten, 35 Trainer, zwei Delegationsleiter, eine Teamärztin sowie zwei Projektleiter vertreten Österreich in Asien.

2. bis 11. Oktober 2007: Die Zwölften Special Olympics Weltsommerspiele werden in Shanghai/China ausgetragen. Über 7 000 Sportler aus 169 Nationen weltweit nehmen an diesem Großereignis teil. Die Spiele werden von 40 000 freiwilligen Helfern, 3 500 Mitarbeitern und unzähligen Familienangehörigen, Freunden, Zuschauern und Journalisten aus der ganzen Welt begleitet. Die österreichische Delegation besteht aus 136 Sportlern, 40 Trainern, zwei Delegationsleitern, zwei Projektleitern, eine Teamärztin, ein Physiotherapeut sowie dem Präsidenten und Vorstandsmitgliedern.

7. bis 13. Februar 2009: Die Neunten Special Olympics Weltsommerspiele finden in Boise/Idaho USA statt. Ca. 2.500 Athleten aus knapp 100 Ländern gehen bei diesen Spielen an den Start. Österreich ist mit 73 Sportlern, 24 Trainern, 2 Delegationsleitern, 2 Projetleitern, 1 Teamärztin sowie dem Präsidenten und Vorstandsmitgliedern in Amerika vertreten.

18. bis 24. September 2010: Die fünften europäischen Sommerspiele finden in Warschau, Polen statt. 1 600 AthletInnen und 600 TrainerInnen aus 58 europäischen Ländern nehmen daran teil. Sie werden von 2 000 Freiwilligen Helfern unterstützt und von 1 500 Familienmitgliedern begleitet. Aus Österreich nehmen zwölf Sportler, fünf Trainer und zwei Delegationsleiter an diesem Event teil.

Siehe auch

Quelle

Einzelnachweise

  1. Quelle Stadtnachrichten Schladming, Ausgabe Juni 2016