Schladming, das Dorf im 12. und 13. Jahrhundert

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Schladming, das Dorf im 12. und 13. Jahrhundert

Erste Nennungen

Die ältesten Nennungen des Namens Schladming vom Ende des 12. Jahrhunderts beziehen sich auf den „Schladmingberg" (Rohrmoos). Um 1180 übergibt der „liber homo Rudpertus" (Edelfreier) seinen Besitz "in monte Slaevenich" im Ennstal, wie dies bereits der inzwischen verstorbene Konrad von Wolfsegg angeordnet hatte, zum Teil dem Salzburger Domkapitel („curtim superiorem", den oberen Hof), zum Teil dem Benediktinerstift Admont („curtim inferiorem", den unteren Hof). Vor der ersten Nennung von Schladming(berg) sind aber schon Ortsnamen des heutigen Gemeindegebietes bezeugt, z. B. Klaus, nach dem sich ein Salzburger Ministerialengeschlecht seit ca. 1130 nennt.

Es war die Zeit, in der der letzte Traungauer, Ottokar, erster Herzog der Steiermark wurde. Konrad von Wolfsegg[1], seine Frau Helwiga und dessen Tochter Adlheide hatten zu Slaebnich in Enstal bzw. am Berge Slaevenich ein Gut, das zwei Höfe umfasste.

Den oberen Hofe am Schladmingerberg bewohnte damals ein gewisser Heroldus als Zinsbauer oder Lehner. Damit war auch ein Schwaiger-Lehen, eine Käserei, verbunden. Am unteren Hof wird ausdrücklich eine Mühle erwähnt. Rings um diese beiden Höfe waren die zehn Soldatenlehen des Konrad von Wolfseck.

Vergleiche mit späteren Urkunden haben ergeben, dass der obere Hof das heutige Gut Hofer am Rohrmoosberg ist.

1288 wurde Schladming wieder landesfürstlich und kam in den Besitz von Herzog Albrecht I., der sein Amt Ennstal mit dem Amtssitz Wolkenstein aber weiter verpachtete. 1299 besaßen dann Ottokar von Hausbach (Habsbach) und Elsbeth, seine Hausfrau, das Haus Wolkenstein im Ennstale.

Quelle

  1. in der Quelle auch Wolfseck geschrieben