Moser (Sensenmacher)

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Aus der Familie Moser stammen die Sensenmacher des Sensenwerks Moser in Weißenbach bei Liezen.

Die Familie

Auszug aus der Familiengeschichte

  • Simon Moser (2.12), der jüngste Sohn aus erster Ehe des Jakob Moser (2.02) übernahm 1662 den Sensenhammer „Unter der Linde" und heiratete Elisabeth Hierzenberger, die Tochter des Sensenschmiedmeisters am „Windfeld". Die Eheleute Simon und Elisabeth Moser verkauften 1666 das Werk an Wolfgang Haindler, der bei dem verstorbenen Jakob Moser (2.02) auf die Eßmeisterschaft gelernt hatte und dessen Witwe, Maria Christine Moser geheiratet hatte. Simon und Elisabeth Moser kauften 1666 den Sensenhammer „Pfuster". Simon Moser war in den Jahren 1673 und 1679 Zöchmeister und ist 1692 ohne Nachkommen gestorben. Die Witwe Elisabeth heiratete 1793 Georg Moser (1.09)
  • Hans Moser (2.08): 1654 baute der Ratsbürger aus Judenburg Kastner den Pfannenhammer „Paßhammer" in einen Sensenhammer um und hatte den Eßmeister Hans Moser angestellt. Kastner verkaufte im Jahr 1665 den „Paßhammer" an seinen Eßmeister Hans Moser und dessen Frau Juliana. Die Eheleute hatten zwei Töchter und vier Söhne. Der 1668 geborene Sohn Ferdinand (2.17), wurde Besitznachfolger. Die Mutter Juliane Moser ist 1692 gestorben, ihr Ehemann Hans Moser folgte ihr 1692.
  • Ferdinand Moser (2.17) hat nach dem Tod seines Vaters 1692 den „Passhammer" übernommen. Ferdinand Moser ist 1710 gestorben. Seine Frau heiratete Johann Stögmüller. In der Ehe mit seiner Frau Elisabeth wurden zehn Kinder geboren.
  • Veit Moser (2.23): Der 1691 geborene Sohn Veit wurde Sensenschmiedmeister in Weißenbach bei Liezen. Veit Moser und seine Frau Katharina geborene Schaffer werden 1724 als Besitzer der Sensenschmiede Weißenbach bei Liezen genannt. Das Ehepaar hatte vier Töchter und drei Söhne. Johann, der 1728 geborene Sohn, heiratete als Sensenschmiedknecht 1763 Juliane Gays aus Krieglach und wurde Besitznachfolger am „Weißenbach". Nach dem Tod seiner ersten Frau Katharina heiratete Veit Moser im Jahr 1756 Anna Lemmerer geb. Rainer, Wirtswitwe von Schlattham in der Pfarre Irdning, die ihm noch einen Sohn Caspar geboren hat, der 1812 ledig gestorben ist. Veit Moser ist 1771 gestorben.
  • Johann Moser (2.29) und seine Frau Juliana übernahmen nach dem Tod des Veit Moser im Jahr 1771 die Werkstatt Weissenbach. Johann Moser ist 1777 gestorben, worauf die Witwe Juliana Moser im Jahr 1778 Anton Moser (2.32) heiratete.
  • Jakob Moser (2.09),der Sohn des Jakob Moser (2.02) wurde 1650 freigesprochen, kaufte als lediger Sensenschmiedknecht 1656 den Sensenhammer Kaixen und heiratete Maria Zeyrlinger, Schmiedmeisterstochter aus der Steyrling. 1666 kaufte das Ehepaar von Hanns Pruggmaier um 500 fl den Besitz Mausbach bei Windischgarsten. Am Weihnachtsfeiertag des Jahres 1680 meldeten Sensenarbeiter ihrem Herrn, dass ein Tanzbär am Düngerhaufen sei. Moser nahm sein Gewehr, sah den Bär noch flüchtig und konnte ihn mit einer Kugel erlegen. Es war aber kein Bär sondern ein großer, schwarzer, zottigerHund. Die Sache wurde ruchbar und da zu jener Zeit das Ermorden eines Hundes nur unter das unehrliche

Schinderhandwerk gehörte, so erklärte auch das Sensenhandwerk den Moser für einen unehrlichen Meister. Das Hofgericht in Spital untersuchte den Fall und der Hofjäger gab Zeugnis, daß der Hund mit einem Bären zu verwechseln war, daher erklärte er, es solle dieser Vorfall dem Moser an seiner Ehre nicht weiter nachteilig sein.

Quelle