Lawinenunglück 1944 in Palfau

Am 27. März 1944 ereignete sich ein Lawinenunglück in Palfau.

Das Unglück

Die "Kleine Volks-Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom 31. März 1944:[1]

Sechs Opfer des Weißen Todes

Ein Schulhaus und ein Gehöft durch Schneelawinen zerstört

In der Ortschaft Palfau bei Hieflau ereignete sich in der Nacht zum 28. d. ein schweres Lawinenunglück, dem vier Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Um 23 Uhr ging vom Gamsstein eine große Lawine ab, die auch viel Holz und Baumstämme mit sich führte. Die Schneemassen verschütteten das Schulhaus und zertrümmerten es vollständig. Die Bevölkerung ging sofort an die Bergungsarbeiten. Die 39jährige Ober­lehrersgattin Karoline Peer, deren Mann als Unter­offizier im Feld steht, konnte zwar noch lebend ge­borgen werden, starb jedoch nach einer Stunde. Ihre beiden Kinder, ein Mädchen von sieben und ein Bub von vier Jahren, sowie das 15jährige Pflichtjahr­mädchen Frieda Mitteregger waren aber schon tot.

Die Lawine riß außerdem einen Stall mit, in dem sich zwei Kühe befanden, die ebenfalls getötet wurden.

Bemerkenswert ist, daß vor 50 Jahren an der gleichen Stelle eine große Lawine abging, damals jedoch knapp vor dem Schulhaus zum Stehen kam.

Die vier Todesopfer waren

Karoline Peer 38 Jahre
Adele Peer 8 Jahre
Herwig Peer 4 Jahre
Frieda Mitteregger 15 Jahre

An das Unglück erinnert heute noch das Marterl Lawinenunglück 1944 in Palfau.

Quelle

  1. ANNO, "Kleine Volks-Zeitung", Ausgabe vom 31. März 1944, Seite 5