Katholische Pfarrkirche Sankt Jakob

Katholische Pfarrkirche Sankt Jakob in Pichl
Innenaufnahme

Die Katholische Pfarrkirche Sankt Jakob ist eine römisch-katholische Kirche im Ortsteil Pichl der ehemals selbständigen Gemeinde Pichl-Preunegg (heute Schladming). Sie gehört zu den denkmalgeschützten Objekten von Pichl-Preunegg.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Pfarrkirche in Pichl besteht aus einem Langhaus mit einer Rundapsis[1] und einem Dachreiter. An der Südseite befindet sich ein Anbau für die Sakristei.

Geschichte

1258 wurde in Pichl ein Kirchlein mit Sitzplätzen für 50 bis 60 Personen erstmals urkundlich erwähnt. Der Gottesbau war eine Filialkirche der Pfarre Haus im Ennstal und wurde im Jahr 1762 zu deren Vikariat erklärt, bis Pichl im Jahr 1859 zu einer eigenen Pfarre erhoben wurde. Bis zum Umbau im Jahr 1766 war die Kirche den zwölf Aposteln mit dem Wortlaut Neukirchen bey den zwelft potten (Neukirchen bei den zwölf Aposteln) geweiht. Danach wurde das Gotteshaus dem heiligen Jakobus des Älteren als Patrozinium geweiht.

Auf einer bildhaften Darstellung des Stiftarchivs Sankt Peter in Salzburg aus dem Jahr 1722 ist erkennbar, dass an dem einstigen Kirchlein bereits um 1544 ein Erweiterungsumbau stattgefunden haben muss, da das Kirchenschiff für mehr als 50 bis 60 Personen Platz bot. Dieser erste Umbau dürfte jedoch zu wenig gewesen sein, da auf der Darstellung am Kirchenschiff eine Überdachung im Freien angebracht ist. Nach Überlieferungen zufolge war an einem geregelten Gottesdienst trotzdem nicht zu denken. Speziell in den Wintermonaten kam es unter den Gläubigen zu Streitereien und Raufereien um Sitzplätze in der Kirche.

Nach jahrzehntelangen Anstrengungen zur Auftreibung der finanziellen Mittel, Planungen und Überzeugungsarbeit bei der Pfarre Haus im Ennstal für einen Erweiterungsbau der Kirche, bewilligte diese schließlich diesem Vorhaben und erteilte 1766 dem Kitzbüheler Baumeister Andreas Hueber den Bauauftrag. Am 11. Mai 1767 begann dieser mit fünf Gesellen mit dem Kirchenumbau. Der gesamten Bau wurde aus eigenen Mitteln der Pichler Kirche sowie aus Spenden finanziert.

Bildergalerie

Quellen

  • Schriftliche Unterlagen aus der Chronik der Gemeinde Pichl-Preunegg, welche dem User Peter Ortner für das Ennstalwiki zur Verfügung gestellt wurden.
  • Pfarre Pichl

Einzelnachweis

  1. Apsis ist das griechische Wort für Wölbung oder Bogen. In diesem Fall ein gebogener Chorabschluss.