Johann Josef Karl Henrici

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Johann Josef Karl Henrici (* 25. Jänner 1737 in Schweidnitz; † 29. Oktober 1823 in Bozen) war ein bedeutender Kunstmaler im 18. Jahrhundert.

Leben

Johann Josef Karl Henrici wuchs im schlesischen Schweidnitz auf. Er absolvierte die Gymnasialschule der Jesuiten in dieser Stadt. 1755 wurde er in die preußische Wehrmacht einberufen. Auf Anraten seines Vaters und ersten Mallehrers floh er nach Böhmen und betätigte sich dort bei einem Prager Theatermaler. Nach Einmarsch der Preußen in Böhmen im Jahr 1756 und damit im Zusammenhang stehenden Verlust seiner Arbeitsstätte, Krankheit und Hungersnot wanderte Henrici nach Wien aus. Nach erfolgloser Arbeitssuche ging er nach Graz, Laibach und Agram, wo er immer bei verschiedenen Künstlern tätig war. 1757 ging er nach Venedig und arbeitete dort als Miniaturmaler. Noch im selben Jahr zog er nach Bozen, heiratete dort und übernahm auch die Kunstwerkstatt seines Schwiegervaters. Da Henrici mit seinem künstlerischem Schaffen ziemlich unzufrieden war, wanderte er 1760 für zwei Jahre nach Verona, um dort seine Kunstmalerei zu perfektionieren. Im Laufe der Jahre schuf er in Südtirol zahlreiche Freskenbilder in Kirchen und Häusern sowie Ölbilder im barocken Stil.

Johann Josef Karl Henrici litt an einer Augenkrankheit, an der er schließlich auch erblindete. Man führt diese Krankheit aufgrund seiner Tätigkeit als Miniaturmaler in Venedig zurück.

Bezug zum Ennstal

Johann Josef Karl Henrici schuf das Altarbild in der katholischen Pfarrkirche Hll. Leonhard und Patrizius in der ehemals selbständigen Ennstaler Gemeinde Donnersbachwald (heute Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal).

Quellen