Ghetto Minsk

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Das Ghetto Minsk war ein unter dem Nationalsozialismus abgeriegeltes jüdisches Stadtviertel in der weißrussischen Stadt Minsk, in welches auch Juden aus anderen Städten deportiert und zu Zwangsarbeiten in Minsker Arbeitslagern verpflichtet wurden.

Allgemeines

Vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wohnten in Minsk rund 70 000 Personen jüdischer Herkunft. Im Juni 1941 wurde für diese jüdische Gemeinde ein rund 2 Quadratkilometer großes abgeriegeltes Wohnviertel eingerichtet. Bereits im August 1941 kam es zu Massenerschießungen in Minsk. Weitere Massentötungen folgten, nachdem am 7. und 20. November 1941 rund 17 000 Juden nach Tuchinka gebracht und dort erschossen wurden. Bei den Opfern handelte es sich größtenteils um Kranke, Kinder und ältere Menschen. Durch dieses Mordaktionen und Folgen von Krankheiten und Hunger wurde die Ghetto Bevölkerung bis Anfang Jänner 1942 auf rund 25 000 reduziert. Als Folge eines Widerstandversuches im Ghetto wurden Ende März 1942 weitere 5 000 Menschen getötet. Am 28. Juli 1942 folgte eine zweite Strafsanktion, wobei weitere 10 000 Menschen ermordet wurden. Im Herbst 1943 waren in dem Ghetto nur mehr rund 1 000 Menschen am Leben. Die Deportationen aus Minsk zu anderen westlich gelegenen Lagern wurde vermehrt duchgeführt. Im September 1944 wurde das Ghetto Minsk durch die Rote Armee befreit und war somit ausgelöscht.
Von den 1 000 Juden aus Wien überlebten den Holocaust (Shoah) im Ghetto Minsk nur 3.

Ennstalbezug

Bis dato wurden folgende Personen aus dem Ennstal eruiert, die in das Ghetto Minsk deportiert wurden und dort zu Tode kamen.

Emma Luria

Quelle