Echter Alant

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Echter Alant.

Der Echte Alant ist nicht nur eine auffällige Sommerblume, sondern eine jener alten Kräuter, die tief im Gedächtnis der Volkskultur verankert sind.

Beschreibung

Seine goldenen, strahlenförmigen Blüten galten seit Jahrhunderten als Sinnbild für Licht, Schutz und Heilkraft.

Schon in mittelalterlichen Kräuterbüchern wird der Alant als Heil- und Gewürzpflanze beschrieben: die Wurzel aromatisch, wärmend, schleimlösend – ein Mittel gegen Husten, Magenbeschwerden und, wie man glaubte, sogar gegen die Pest. In Zeiten großer Not klammerte man sich an starke Pflanzen, und der Alant gehörte zu jenen, denen man besondere Kräfte zuschrieb.

Brauch und Volksglaube

Am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt, wird der Alant traditionell in den Kräuterbusch gebunden. Seine gelben Blüten sollten das Licht der Gottesmutter symbolisieren und zugleich Schutz bringen.

Echter Alant.

In der Steiermark räucherte man am Heiligen Abend mit Alantwurzel die Stuben und Ställe aus – ein uralter Abwehrzauber gegen Krankheit und Unglück.

Im Volksglauben galt der Alant als dämonenabwehrend. Als Amulett um den Hals getragen, sollte er vor Behexen schützen. Die Pflanze war also nicht nur Heilmittel, sondern auch ein Stück spiritueller Rüstung.

Im Bezirk Liezen

Unter anderem kann man den Echten Alant im Stiftsgarten Admont sehen.

Quellen