Lawinenunglück 1925 im Toten Gebirge

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Dieser Artikel berichtet vom Lawinenunglück 1925 im Toten Gebirge.

1925

Am 2. Februar 1925 ereignete sich im Gebiet des Hochwölbings im Bereich der Hochwölbinghütte ein Lawinenunglück. Der Obmann der Zweigstelle Graz des Österreichischen Touristenklubs, dem die Hochwölbinghütte gehörte, war mit seiner Frau und weiteren Grazer Touristen aufgestiegen. In der Nacht vom 1. auf 2. Februar war ein heftiger Sturm mit Schneefall losgebrochen und einige Teilnehmer drängten auf rasche Rückkehr ins Tal. Dem Obmann war als erfahrener Kenner des Gebiets die Lawinengefahr an den Südhängen des Raidlings bekannt. Man brach am 2. Februar um 9 Uhr am Vormittag zum Abstieg ins Tal auf. Kurz zuvor war bereits eine andere Gruppe zum Abstieg aufgebrochen.

Zunächst steigt das Gelände für 20 bis 30 Minuten leicht auf den Raidlingkamm an und trotz leichtem Nebel und Schneetreiben sah die zweite Gruppe noch die erste, die gerade den Kamm erreicht hatte. Der Anstieg auf den Kamm führt über einen leicht geneigten bewaldeten, etwa 50 Meter hohen Hang, etwa zehn Meter über der ganz flachen Talsohle. Nur an einem kleinen Stück beträgt die Hangneigung etwa 30 Grad. Genau dort ereignete sich das Unglück.

Durch Schneeverwehungen hatte sich an dieser Stelle eine größere Menge Schnee abgelagert. Durch den Abbruch dieser Schneemenge löste sich eine Lawine aus - niemand hatte es sich bei diesem Hügelcharakter vorstellen können. Die Lawine erfasste alle vier Teilnehmer der ersten Gruppe und begrub sie unter einer ungeheuren Masse Pulverschnee. Eine Person konnte sich aus den Schneemassen befreien wollte Hilfe holen. Die im Abstand dahinter marschierende zweite Gruppe hörte zwar Rufe, maß diesen aber keine Bedeutung zu. Erst von der Hütte alarmierte Personen eilten zur Lawine und konnten noch zwei Personen retten, zwei konnten nur mehr tot geborgen werden.

Quelle