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| | [[Datei:Ennswehr Hieflau01.JPG|thumb|Wasserkraftwerk vom [[Gstatterstein]]]] | | [[Datei:Ennswehr Hieflau01.JPG|thumb|Wasserkraftwerk vom [[Gstatterstein]]]] |
| − | Das VERBUND-'''Wasserkraftwerk Hieflau-Erzbach''' ist ein Laufkraftwerk am [[Erzbach]] und in der Gemeinde [[Hieflau]] gelegen. Es wurde von 1953 bis 1956 durch die Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG erbaut. | + | Das VERBUND-'''Wasserkraftwerk Hieflau-Erzbach''' ist ein Laufkraftwerk am [[Erzbach]] und in der Gemeinde [[Hieflau]] gelegen. |
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| | == Allgemeines == | | == Allgemeines == |
| − | Anfang der 1950er Jahre wurde die [[Enns]] bei [[Gstatterboden]] gestaut, in den [[Wagspeicher]]
| + | Es wurde von 1953 bis 1956 durch die Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG an der [[Enns]] bei [[Gstatterboden]] gestaut, in den [[Wagspeicher]] oberhalb von Hieflau geleitet, und von dort führten die Druckrohre zum Wasserkraftwerk Hieflau-Erzbach, damals noch Steweag-E-Werk (etwa an der Stelle der ehemaligen Hochöfen). Bis heute erzeugt das Kraftwerk eine große Menge des steirischen Stromes. |
| − | oberhalb von Hieflau geleitet, und von dort führten die Druckrohre zum Wasserkraftwerk Hieflau-Erzbach, damals noch Steweag-E-Werk (etwa an der Stelle der ehemaligen Hochöfen). Bis heute erzeugt das Kraftwerk eine große Menge des steirischen Stromes. | + | |
| − | ==Geschichtliches==
| + | Die Wasserkraft wird im [[Krafthaus Hieflau]] in elektrische Energie umgesetzt. |
| − | Am Ausgang des Gesäuses wurde von 1952 bis 1955 die Kraftwerksanlage Hieflau errichtet, deren Planung in die 1930er Jahre zurückreicht. Das Ausleitungskraftwerk besteht aus der Wehranlage Gstatterboden, dem [[Wagspeicher|Tagesspeicher Wag]] und dem [[Krafthaus Hieflau]], das 1956 mit zunächst zwei Maschinensätzen, bestehend aus vertikal montierten Francis-Spiralturbinen mit aufgesetztem Generator, in Betrieb genommen wurde. 1965 wurde das Kraftwerk um einen dritten Maschinensatz erweitert.
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| − | Der Tagesspeicher Wag fasst 1.650 Millionen Liter Wasser, was einem Energieinhalt von 330.000 Kilowattstunden entspricht.
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| − | Im Jahr 2007 startete ein umfassendes Erweiterungsprojekt für das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Steiermark. Ein neues Wehrkraftwerk in Gstatterboden nutzt die Energie der Restwasserstrecke der Enns, ein zweiter 6 Kilometer langer Triebwasserstollen erhöht den Wassereinzug zum modernisierten Wagspeicher und zum Krafthaus in Hieflau. Die drei Maschinensätze wurden im Zuge einer Effizienzsteigerung komplett zerlegt, die Francis-Turbinen erhielten dabei neue Laufräder.
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| − | ==Bautechnik==
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| − | *Turbinen und Generatoren:
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| − | Drei Francis-Turbinen mit vertikalen Wellen und Blechspiralen, geliefert von Voith zusammen mit der Maschinenfabrik Andritz, weisen bei einer Nennfallhöhe von 85 m eine Nennleistung von 19.430 kW auf. Der Laufrad-Durchmesser beträgt 2,29 m, die Schluckfähigkeit der drei Turbinen mit je 20 Leitschaufeln 28 m³/s Alle drei Turbinen sind mit Reglern von Escher-Wyss aus dem Jahr 1955 ausgestattet. Die direkt gekuppelten 25.000 kVA-Drehstrom-Synchrongeneratoren sind Produkte der ELIN Union und liefern Elektrizität mit einer Nennspannung von 10,5 kV.
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| − | *Transformatoren:
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| − | Die gewonnene Energie wird über drei 25.000 kVA-Maschinentransformatoren von der Elin Union auf 110 kV hochgespannt und über eine Einschleifung der Leitung Hessenberg - Ernsthofen abgeleitet. Zusätzlich verfügt das Werk über einen 400 kVA-Eigenbedarfs-Transformator von der Elin Union zur Umspannung von 30 kV auf 400 V (Baujahr 1988) sowie einen 400 kVA-Transformator ebenfalls von Elin (Baujahr 1989) zur Verbindung der 10 kV- mit der 400 V-Spannungsebene.
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| − | *Hubwerke:
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| − | Waagner-Biró aus Wien lieferte 1954 einen Brückenkran für die Maschinenhalle mit Hubwerken zu 100 t und 10 t. Zum Setzen der Unterwasser-Dammtafeln steht ein Bockkran von der Maschinenfabrik Andritz bei Graz mit einer maximalen Traglast von 2 x 4 t zur Verfügung. Das Bauhoflager besitzt eine 2 Tonnen Deckenlaufkatze mit einem manuellen Kettenzug, der Klappenanbau auf der Reglerebene wird von einem 10 Tonnen Brückenkran der Schwechater Maschinenbau-Firma J. Wessely bestrichen (Baujahr 1955). Die Hauptwerkstätte neben der Maschinenhalle verfügt über kein Hubwerk.
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | ** [http://www.verbund.com/pp/de/laufkraftwerk/hieflau-erzbach www.verbund.com]
| + | * [http://www.verbund.com/pp/de/laufkraftwerk/hieflau-erzbach www.verbund.com] |
| | * [[Josef Hasitschka]] | | * [[Josef Hasitschka]] |
| | == Das Beiheft als PDF == | | == Das Beiheft als PDF == |