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Störend wirkte für den Unterricht die Lage der Schule knapp an der Straße. Es gab während des Sommers immer den Viehtrieb und während des Winters störten die vorbeifahrenden Holzfuhrwerke den Unterricht. Es zeigte sich auch bald die Enge des Schulzimmers und die viel zu kleine Lehrerwohnung. Es gab eine kleine Küche und eine kleine Schlafkammer, in der nicht einmal zwei Betten nebeneinander stehen konnten.
 
Störend wirkte für den Unterricht die Lage der Schule knapp an der Straße. Es gab während des Sommers immer den Viehtrieb und während des Winters störten die vorbeifahrenden Holzfuhrwerke den Unterricht. Es zeigte sich auch bald die Enge des Schulzimmers und die viel zu kleine Lehrerwohnung. Es gab eine kleine Küche und eine kleine Schlafkammer, in der nicht einmal zwei Betten nebeneinander stehen konnten.
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Die Bevölkerung des Schulsprengels war bereit, dem Übelstand abzuhelfen, der Ortsschulrat von Schladming aber nicht. Man sagte: „Was geht uns Untertal an? Warum sollen wir für diese Schule so viel Geld ausgeben?Nach langwierigen Verhandlungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen der Bevölkerung von Rohrmoos und Untertal und dem Ortsschulrat von Schladming wegen eines dringend notwendigen Schulhausbaues konnte im Jahre 1895 mit dem Bau doch begonnen werden.
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Die Bevölkerung des Schulsprengels war bereit, dem Übelstand abzuhelfen, der Ortsschulrat von Schladming aber nicht. Man sagte: „Was geht uns Untertal an? Warum sollen wir für diese Schule so viel Geld ausgeben?" Nach langwierigen Verhandlungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen der Bevölkerung von Rohrmoos und Untertal und dem Ortsschulrat von Schladming wegen eines dringend notwendigen Schulhausbaues konnte im Jahre 1895 mit dem Bau doch begonnen werden.
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Am [[14. Oktober]] [[1895]] war die Eröffnung des neuen Schulhauses, an dessen Errichtung Zimmermeister Franz Brandner aus Schladming, Maurermeister Mathias Reiter aus Goisern, Tischlermeister Kari Höflechner aus [[Ramsau]], Spengler und Glaserer Franz Moosbrugger aus Schladming tätig waren. Eingeladen wurde der Ortsschulrat von Untertal-Rohrmoos und die Eltern der Schulkinder. Der Ortsschulratsobmann Friedrich Tritscher und dessen Frau war ebenfalls anwesend. Der Schüler Johann Stocker trug ein Festgedicht vor, nachdem der Lehrer Michael Meindlhuber eine Ansprache hielt. Auch der Ortsschulratsobmann Tritscher aus Schladming hielt eine kurze Rede. Nach der Besichtigung der neuen Schule versammelten sich die Teilnehmer mit den Schulkindern beim „Bruggerer“.
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Am [[14. Oktober]] [[1895]] war die Eröffnung des neuen Schulhauses, an dessen Errichtung Zimmermeister Franz Brandner aus Schladming, Maurermeister Mathias Reiter aus Goisern, Tischlermeister Kari Höflechner aus [[Ramsau]], Spengler und Glaserer Franz Moosbrugger aus Schladming tätig waren. Eingeladen wurde der Ortsschulrat von Untertal-Rohrmoos und die Eltern der Schulkinder. Der Ortsschulratsobmann Friedrich Tritscher und dessen Frau war ebenfalls anwesend. Der Schüler Johann Stocker trug ein Festgedicht vor, nachdem der Lehrer Michael Meindlhuber eine Ansprache hielt. Auch der Ortsschulratsobmann Tritscher aus Schladming hielt eine kurze Rede. Nach der Besichtigung der neuen Schule versammelten sich die Teilnehmer mit den Schulkindern beim „Bruggerer".
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Als Wohltäter der Schule wurden dankbar bei den Reden genannt der ehemalige [[Die steirischen Bezirkshauptmannschaften 1868 bis 1918#Struktur|Statthalter der Steiermark]] Freiherr von Kübeck zu Kübau, durch ihn bekam die Schulgemeinde Untertal eine Bausubvention von 1.245 Gulden. Ferner spendeten [[Ludwig August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha]] 100 Gulden, Heinrich Schrempf Neuwirtsohn 30 Gulden, Johann Ladreiter aus Obertal zehn Gulden, Blasius Kraiter aus Schladming fünf Gulden und Johanna Binder, Harmertochter eine [[swiki:Krone|Krone]]. Weiters machte sich um das Zustandekommen der Schule Pfarrer Carl Robert Lichtenstettiner verdient. Ebenso Dr. Ivo Hütter aus Schladming und die Abgeordneten W Forcher und Köberl. Kaplan Pirstinger aus Schladming spendete ein Kruzifix“.
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Als Wohltäter der Schule wurden dankbar bei den Reden genannt der ehemalige [[Die steirischen Bezirkshauptmannschaften 1868 bis 1918#Struktur|Statthalter der Steiermark]] Freiherr von Kübeck zu Kübau, durch ihn bekam die Schulgemeinde Untertal eine Bausubvention von 1.245 Gulden. Ferner spendeten [[Ludwig August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha]] 100 Gulden, Heinrich Schrempf Neuwirtsohn 30 Gulden, Johann Ladreiter aus Obertal zehn Gulden, Blasius Kraiter aus Schladming fünf Gulden und Johanna Binder, Harmertochter eine [[swiki:Krone|Krone]]. Weiters machte sich um das Zustandekommen der Schule Pfarrer Carl Robert Lichtenstettiner verdient. Ebenso Dr. Ivo Hütter aus Schladming und die Abgeordneten W Forcher und Köberl. Kaplan Pirstinger aus Schladming spendete ein Kruzifix".
    
Von diesem denkwürdigen Ereignis der Schulgründung in Rohrmoos-Untertal berichtete der erste Band der Schulchronik dieser Gemeinde.
 
Von diesem denkwürdigen Ereignis der Schulgründung in Rohrmoos-Untertal berichtete der erste Band der Schulchronik dieser Gemeinde.