| − | Obwohl die Herstellung von hochprozentigem Alkohol wesentlich früher begann, erreichte sie Europa erst im [[7. Jahrhundert]] nach Christus. In Österreich findet sich die erste urkundliche Erwähnung der Schnapsbrennerei aus der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s. Wie in vielen anderen Dingen auch waren die Klöster Zentrum der Brennereien. Erst zur Zeit zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie kam es dann zu einer ersten Hochblüte der Schnapsbrennerei. Noch heute besitzen zahlreiche Brennereien ihr Schnapsbrenn-Monopol aus der Zeit Maria Theresias, der Großmutter von [[Erzherzog Johann]]. An "rechtschaffende, fleißige und ordentliche Bauern“ hatte Maria Theresia das Brennrecht verliehen. Das an den jeweiligen Hof gebundene Brennrecht gestattete den Bauern, jährlich 300 Liter Alkohol zu erzeugen. Auch der Zukauf von Obst aus Österreich war damit erlaubt. | + | Obwohl die Herstellung von hochprozentigem Alkohol wesentlich früher begann, erreichte sie Europa erst im [[7. Jahrhundert]] nach Christus. In Österreich findet sich die erste urkundliche Erwähnung der Schnapsbrennerei aus der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s. Wie in vielen anderen Dingen auch waren die Klöster Zentrum der Brennereien. Erst zur Zeit zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie kam es dann zu einer ersten Hochblüte der Schnapsbrennerei. Noch heute besitzen zahlreiche Brennereien ihr Schnapsbrenn-Monopol aus der Zeit Maria Theresias, der Großmutter von [[Erzherzog Johann]]. An "rechtschaffende, fleißige und ordentliche Bauern" hatte Maria Theresia das Brennrecht verliehen. Das an den jeweiligen Hof gebundene Brennrecht gestattete den Bauern, jährlich 300 Liter Alkohol zu erzeugen. Auch der Zukauf von Obst aus Österreich war damit erlaubt. |
| − | Die Schnapsbrennerei war bis in die zweite Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s die letzte Verwendung der Obstverwertung. Zwar waren die Produkte "berauschend“, jedoch die Qualität war es weniger. In den [[1980er]] Jahren setzte ein radikales Umdenken bei den Schnapsbrennern in der Steiermark ein. Qualität wurde zunehmend wichtiger als Quantität. Man verwendete nur mehr hochwertige Ausgangsprodukte, arbeitete mit einer kontrollierten Gärung des Obstes, destillierte sorgfältiger und zum Einsatz kamen moderne Destillieranlagen. | + | Die Schnapsbrennerei war bis in die zweite Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s die letzte Verwendung der Obstverwertung. Zwar waren die Produkte "berauschend", jedoch die Qualität war es weniger. In den [[1980er]] Jahren setzte ein radikales Umdenken bei den Schnapsbrennern in der Steiermark ein. Qualität wurde zunehmend wichtiger als Quantität. Man verwendete nur mehr hochwertige Ausgangsprodukte, arbeitete mit einer kontrollierten Gärung des Obstes, destillierte sorgfältiger und zum Einsatz kamen moderne Destillieranlagen. |