Kriechbaumberg-Stollen
Der Kriechbaumberg-Stollen ist ein Bergbaustollen des Altausseer Salzbergbaus.
Lage
Der Stolleneingang befindet sich im westlichen Gemeindegebiet von Altaussee westlich oberhalb von Steinberg.
Daten
- Meereshöhe: 999 m
- Aufgeschlagen: 1625
- Strecke begehbar: 1.545 m
- Strecke abgeworfen: 1.318 m
Geschichtliches
In den Jahren 1613 und 1621 kam es zu schwerwiegenden Einbrüchen von Süßwasser in die Salzlagerstätte. Um eine Ableitung auf möglichst kurzem Weg und ohne Beeinträchtigung des Abbaus bewerkstelligen zu können, wurde von 1625 - 1628 der Kriechbaumberg-Stollen vorgetrieben.
Er dient ausschließlich zur Ableitung des Regen- und Schmelzwassers, das ins poröse Kalkmassiv des Sandlings einsickert und verhindert damit Schäden in den tiefer gelegenen Abbauhorizonten. Der Plan dazu stammte von Kilian Kalss, der schon 1603 alle Ausseer Stollen vermessen und 1611 eine erste genaue Grubenkarte angefertigt hat. Als „Planungsgrundlage“ diente ihm dabei der zugefrorene Altausseer See, auf dem er die Längen und Winkel der Stollen im Maßstab 1:1 in den Schnee zeichnete. Zwei Jahre später leitete der findige Bergmeister einen Stollendurchschlag, nachdem plötzlich Wasser in den Moosberg-Horizont eingebrochen war.
Kalss's neuer Stollen funktionierte – benannt wurde er trotzdem nach Balthasar von Kriechbaum auf Kriechbaum, Hohenberg und Schradorf, der damals als Verweser (Verwalter) der Herrschaft Pflindsberg wirkte.
Bildergalerie
Weblink
- Lage auf OSM
Quellen
- Text am Gebäude, Via Salis
- Quellen für diesen Artikel können u. a. sein:
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- OpenStreetMap (OSM) ist ein freies Projekt, das frei nutzbare Geodaten sammelt, strukturiert und für die Nutzung durch jedermann in einer Datenbank vorhält (Open Data).