Jahrlingmauerhöhle

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Die Jahrlingmauerhöhle ist eine Höhle im oberen Hartelsgraben im Gesäuse.

Geologie

Geologisch betrachtet liegt die Höhle innerhalb der Nördlichen Kalkalpen. Die Lithologie ist überwiegend Dachsteinkalk. Entlang dessen Schichtflächen und -fugen kam es durch die Bewegung von eindringenden Oberflächenwässern zur Verkarstung und es entstanden Gänge, die dieses Höhlensystem aufbauen.

Beschreibung

Die Jahrlingmauerhöhle befindet sich in den südöstlichen Hängen der Jahrlingsmauer und trägt im Höhlenverzeichnis die Nummer 1713/7. Bisherige Vermessungen ergaben eine Länge von ca. 1 600 m.

Charakteristisch für die Höhle sind reiche Bergmilchbildungen - weiche, poröse Ablagerungen von Calcit. Oft führen sie zu tröpfchenförmigen Gebilden, die zusammenwachsen, aber auch rüben- und zwiebelförmige Bergmilchstalaktiten sind keine Seltenheit. Neben rezenten Tropfsteinbildungen sind in allen Teilen der Höhle auch Reste älterer Sintergenerationen vorhanden. Diese Säulenreste erreichen bis zu einem Meter Durchmesser und 1,5 m Länge. Der Boden der Hohlräume ist meist mit Schutt bedeckt. Er besteht großteils aus Sinterscherben und Sinterblöcken. Die Zerstörung der alten Sinterbildungen erfolgte vermutlich bei tektonischen Bewegungen. Ältere Kolke lassen nämlich einen Versatz von ca. zwölf Zentimeter erkennen.

Seit dem Jahr 1971 ist die Jahrlingmauerhöhle nach dem Naturhöhlenschutzgesetz unter besonderen Schutz gestellt.

Quellen

  • Kusch, H. & Kusch, I.: Phantastische Welten. Höhlen der Steiermark, Graz, Steirische Verlagsgesellschaft, 1998
  • Trimmel, H.: Höhlenschutz in Österreich im Jahre 1971, PDF, abgefragt am 1. September 2016
  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Jahrlingmauerhöhle"


Höhlen im Bezirk Liezen