Hubert von Giglach

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Unter dem Pseudonym Hubert von Giglach (* 1942) fand Hubert Wieser wieder zu einer positiven Lebenseinstellung.

Hubert Wieser

Hubert Wieser machte Ende der 1990er-Jahre eine wirtschaftlich äußert schwierige Phase durch. Er begann zu schreiben und fand als Hubert von Giglach wieder zu einer positiven Lebenseinstellung.

Als Ende der 1990er-Jahre sein Kleinunternehmen in gehörige Schieflage kam, stand Hubert Wieser vor den Trümmern seiner wirtschaftlichen Existenz. Er begab sich auf Jobsuche, beim AMS machte man dem damals Mitte-50-Jährigen nur wenig Hoffnung. Fündig wurde er schließlich in der Obersteiermark: Dort wurde er bei der 1 986 Meter hoch gelegenen Ignaz-Mattis-Hütte bei den Giglachseen als Abwäscher angestellt. „Hier habe ich auch geografisch Abstand von meinen Problemen gewinnen können. Während Schlechtwetterperioden hatte ich viel Zeit und habe mit dem Schreiben begonnen“, erzählt Hubert Wieser.

Mit dem Hüttenwirt entstand rasch eine Freundschaft, er bestärkte ihn im Schreiben. Eines von Wiesers Gedichten wurde ausgedruckt und bei der Mattis-Hütte aufgehängt. Die damalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic war auf Wanderung in der Region und wurde auf das Gedicht aufmerksam. Bei der Nachbarhütte kam sie mit einigen Leuten ins Gespräch und fragte nach dem Urheber des Gedichts. „Ach so, das hat der Hubert vom Giglach drüben geschrieben“, bekam sie zur Antwort. Wieser erfuhr von der Geschichte und kam so auch auf das Pseudonym Hubert von Giglach. Dieses benutzte er ein Jahr später erstmals: Sein guter Freund, der Unterhof Wasti, legte bei den Filzmooser Hofalmen einen See an. Rund um den See wurde zudem ein Romantikweg mit verschiedenen Schautafeln errichtet. Und für genau diese Schautafeln schrieb Wieser Gedichte. Dafür benützte er sein Pseudonym Hubert von Giglach. „Ich wollte das auch unter dem Eindruck meiner wirtschaftlichen schwierigen Lage nicht unter meinem eigenen Namen machen. Ich habe befürchtet, dass die Leute sagen: Ah, der Wieser, der bringt eh nichts Ordentliches zusammen.

Der Romantikweg wurde jedenfalls zu einem vollen Erfolg. „Ich bin dann öfters oben bei einem Bankerl gesessen und habe mir angehört, was die Leute zu meinen Gedichten sagen. Die positiven Äußerungen haben mich natürlich schon auch aufgebaut.

Zum Thema Romantikweg hat Wieser auch im Eigenverlag das kleine Büchlein „Romantikweg Hof-Almen“ herausgegeben. „Da ist alles von mir, jede Textzeile und jedes Foto“, meint er stolz.

Auch abgesehen von seinen dichterischen Erfolgen ging es mit ihm langsam, aber sicher wieder aufwärts. Mit dem Lohn diverser Arbeitsstellen gelang es ihm, seine Schulden abzubauen. Mit seiner umgänglichen Art fasste er auch als Fremdenführer Fuß und moderierte zudem verschiedene Veranstaltungen.

Der heute 72-Jährige ist nach wie vor schriftstellerisch tätig.

Gedicht über die Giglachseen

Wie eine Träne
die der Berg verlor,
liegt der stille Giglachsee.

Das halbe Jahr
verborgen,
bedeckt von Eis und Schnee.

H.v.Giglach

Werke

  • Romantik-Land Salzburg, Geschichten, Gedichte, Gerichte. Ein Gedichtband über das Salzburger-Land im Laufe der Jahreszeiten.
  • Romantikweg Hof-Almen

Weblinks

Quelle