Ghetto Modliborzyce

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Das Ghetto Modliborzyce war eines im Zweiten Weltkrieg durch den Nationalsozialismus unter Kontrolle gebrachtes jüdisches Wohnviertel in der polnischen Kleinstadt Modliborzyce.

Allgemeines

Am 5. März 1941 wurden 999 Frauen, Männer und Kinder jüdischer Herkunft von Wien nach Modliborzyce deportiert. Größtenteils wurden die Zwangsdeportierten bei jüdischen Familien, zum Teil auch in den umliegenden Dörfern, einquartiert. Ein kleinerer Teil wurde in Massenlagern verbracht. Während eine gewisse Anzahl arbeitsfähiger Männer der Zwangsarbeit in Arbeitslagern zugeführt wurden, versuchten die im Ghetto verweilenden Juden sich durch den Verkauf ihres persönlichen Hab und Gutes durchzuschlagen. Die hohe Sterblichkeitsrate im Ghetto war neben Krankheiten und Hunger von regelmäßigen Übergriffen der deutschen Polizei und der SS [1] geprägt. Am 8. Oktober 1942 wurden die Insaßen im Zuge der Aktion Reinhardt in ein Vernichtungslager deportiert und ermordert, wobei alte und kranke Menschen noch im Ghetto umgebracht wurden. Von den 999 Juden aus Wien überlebten den Holocaust (Shoah) im Ghetto Modliborzyc nur 13.

Ennstalbezug

Bis dato wurden folgende Personen aus dem Ennstal eruiert, die in das Ghetto Modliborzyc deportiert wurden und dort zu Tode kamen.

Bella Berta Kreiner

Einzelnachweise

  1. Schutzstaffel der Nationalsozialistischne Deutschen Arbeiterpartei.

Quelle