Die Feuerprobe am Blahberg

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Die Feuerprobe am Blahberg ist eine Legende.

Allgemeines

Ein uralter „Erzberg“ ragt südlich des Pürgschachener Moores auf: Blahberg heißt er, was auf Eisenschmelze hinweist. In seiner schattigen Nordflanke wurde bis vor 150 Jahren Eisen abgebaut. Die erste Erwähnung finden wir in einer seltsamen mittelalterlichen Legende.

Die Legende

Abt Wolfhold von Admont war eines Vergehens bezichtigt worden. Um sich von dieser Verleumdung reinzuwaschen, rief er Gott als Richter an (Gottesgericht, Ordal). An einem Morgen ritt der Abt in Begleitung dreier Mönche zum Blahberg, wo bereits ein Klumpen unförmigen Eisens geschmolzen wurde. Er ließ also das Mundloch des Ofens öffnen, den Klumpen mit Feuerzangen herausholen und auf einen Amboss legen. Dann ergriff er, der sich von der Beschuldigung reinwaschen wollte, mit bloßen Händen den glühenden Klumpen und hob ihn in die Höhe. Endlich legte er ihn ohne irgendeine Verletzung auf den Amboss zurück. Damit hatte er seine Unschuld bewiesen.

Quelle

  • Hasitschka, Josef: Das Gesäuse als Beilage zur digitalen Wanderkarte, 2012, 1. Auflage (Original: Hasitschka,_Wegpunkte_Gesäuse_red.pdf‎)
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