Almranzl

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Der Almranzl ist eigentlich eine Fabelfigur, die auf Almen ihr Unwesen treiben. Jedoch ist es auch die Bezeichnung für einen Ennstaler Brauch.

Allgemeines

In Aigen im Ennstal und in Raumberg gab es noch den Brauch des Almranzls: Am Vorabend von Martini, wenn es schon finster wurde, hörte man lautes Glockengeläute. Die Menschen durften das Haus nicht verlassen und lauschten nur auf das Geschepper. Das kam vom Almranzl, der nach Hause fuhr. Er war ganz schwarz angezogen und schwarz angemalt. Er wurde von den Dorfbewohnern nicht oder nur sehr heimlich beobachtet. Der Almranzl lief durch den Ort, ohne zu singen oder zu sprechen, nur seine laute Glocke war weitum zu hören. In Raumberg bei Irdning war der Almranzl immer die selbe Person. Nach diesem Tag durfte das Vieh nicht mehr aus dem Stall und war für den Winter eingestellt.

Quelle


Ein Beitrag im Rahmen des Leader-Projekts "Heimatkunde - heimatkundig"
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