Kriechbaumberg-Stollen: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Kriechbaumberg-Stollen''' ist ein Bergbaustollen des Altausseer [[Salzbergwerk Altaussee|Salzbergbaus]]. | |||
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Der Stolleneingang befindet sich im westlichen Gemeindegebiet von [[Altaussee]] westlich oberhalb von [[Steinberg (Altaussee)|Steinberg]]. | Der Stolleneingang befindet sich im westlichen Gemeindegebiet von [[Altaussee]] westlich oberhalb von [[Steinberg (Altaussee)|Steinberg]]. | ||
==Daten== | ==Daten== | ||
* Meereshöhe: 999 m | * Meereshöhe: 999 [[m ü. A.]] | ||
* Aufgeschlagen: 1625 | * Aufgeschlagen: [[1625]] | ||
* Strecke begehbar: 1 | * Strecke begehbar: 1 545 m | ||
* Strecke abgeworfen: 1 | * Strecke abgeworfen: 1 318 m | ||
==Geschichtliches== | ==Geschichtliches== | ||
In den Jahren [[1613]] und [[1621]] kam es zu schwerwiegenden Einbrüchen von Süßwasser in die Salzlagerstätte. Um eine Ableitung auf möglichst kurzem Weg und ohne Beeinträchtigung des Abbaus bewerkstelligen zu können, wurde von [[1625]] | In den Jahren [[1613]] und [[1621]] kam es zu schwerwiegenden Einbrüchen von Süßwasser in die Salzlagerstätte. Um eine Ableitung auf möglichst kurzem Weg und ohne Beeinträchtigung des Abbaus bewerkstelligen zu können, wurde von [[1625]] bis [[1628]] der Kriechbaumberg-Stollen vorgetrieben. | ||
Der Stollen dient ausschließlich zur Ableitung des Regen- und Schmelzwassers, das in den porösen [[Kalkstein|Kalk]] des [[Sandling]]s einsickert und verhindert damit Schäden in den tiefer gelegenen Abbauhorizonten. Der Plan dazu stammte von Kilian [[Kalss (Familie)|Kalss]], der schon [[1603]] alle Ausseer Stollen vermessen und [[1611]] eine erste genaue Grubenkarte angefertigt hat. Als Planungsgrundlage diente ihm dabei der zugefrorene [[Altausseer See]], auf dem er die Längen und Winkel der Stollen im Maßstab 1:1 in den Schnee zeichnete. Zwei Jahre später leitete der findige Bergmeister einen Stollendurchschlag, nachdem plötzlich Wasser in den Moosberg-Horizont eingebrochen war. | |||
Kalss's neuer Stollen funktionierte – benannt wurde er trotzdem nach Balthasar von Kriechbaum auf Kriechbaum, Hohenberg und Schradorf, der damals als Verweser (Verwalter) der Herrschaft Pflindsberg wirkte. | Kalss's neuer Stollen funktionierte – benannt wurde er trotzdem nach Balthasar von Kriechbaum auf Kriechbaum, Hohenberg und Schradorf, der damals als Verweser (Verwalter) der Herrschaft Pflindsberg wirkte. | ||
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* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/way/203805599 OSM] | * Lage auf [https://www.openstreetmap.org/way/203805599 OSM] | ||
== Quellen== | == Quellen== | ||
* Text am Gebäude, [[Via Salis]] | * Text am Gebäude, [[Via Salis]] | ||
Aktuelle Version vom 15. Oktober 2026, 15:21 Uhr

Der Kriechbaumberg-Stollen ist ein Bergbaustollen des Altausseer Salzbergbaus.
Lage
Der Stolleneingang befindet sich im westlichen Gemeindegebiet von Altaussee westlich oberhalb von Steinberg.
Daten
Geschichtliches
In den Jahren 1613 und 1621 kam es zu schwerwiegenden Einbrüchen von Süßwasser in die Salzlagerstätte. Um eine Ableitung auf möglichst kurzem Weg und ohne Beeinträchtigung des Abbaus bewerkstelligen zu können, wurde von 1625 bis 1628 der Kriechbaumberg-Stollen vorgetrieben.
Der Stollen dient ausschließlich zur Ableitung des Regen- und Schmelzwassers, das in den porösen Kalk des Sandlings einsickert und verhindert damit Schäden in den tiefer gelegenen Abbauhorizonten. Der Plan dazu stammte von Kilian Kalss, der schon 1603 alle Ausseer Stollen vermessen und 1611 eine erste genaue Grubenkarte angefertigt hat. Als Planungsgrundlage diente ihm dabei der zugefrorene Altausseer See, auf dem er die Längen und Winkel der Stollen im Maßstab 1:1 in den Schnee zeichnete. Zwei Jahre später leitete der findige Bergmeister einen Stollendurchschlag, nachdem plötzlich Wasser in den Moosberg-Horizont eingebrochen war.
Kalss's neuer Stollen funktionierte – benannt wurde er trotzdem nach Balthasar von Kriechbaum auf Kriechbaum, Hohenberg und Schradorf, der damals als Verweser (Verwalter) der Herrschaft Pflindsberg wirkte.
Bildergalerie
-
Feldbahn zur Abraumhalde
-
Gebäude vom Kriechbaumberg-Stollen
-
Feldbahn oder Spurnagelbahn
Weblink
- Lage auf OSM
Quellen
- Text am Gebäude, Via Salis
- Quellen für diesen Artikel können u. a. sein:
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- OpenStreetMap (OSM) ist ein freies Projekt, das frei nutzbare Geodaten sammelt, strukturiert und für die Nutzung durch jedermann in einer Datenbank vorhält (Open Data).