Julius Perlis: Unterschied zwischen den Versionen

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''Auf  dem Hochtor-Ostgrat erfroren.''<br />
''Auf  dem Hochtor-Ostgrat erfroren.''<br />
''"Am 10. September verließ der Wiener  Advokaturskandidat Dr. Julius Perlis um 8 Uhr 30 vormittags bei nebligem  Wetter die [[Heßhütte]]. Über sein Vorhaben hatte er sich nicht bestimmt  geäußert. Um 6 Uhr 30 abends wurden vom Hochtor her Hilferufe vernommen.  Daraufhin gingen zwei anwesende Touristen mit dem jungen Hüttenknecht  den Rufen nach, stellten bei dem einstweilen eingetretenen Schneesturme  fest, daß der Hilferufende sich auf dem "[[Roßschweif]]" ([[Hochtor]]-Ostgrat)  befinde, waren aber infolge Nachteinbruches und Unwetters außerstande,  bis zu Perlis vorzudringen. Infolgedessen gaben sie diesem den Rat, auf  seinem Grate auszuharren, da sie ihm am nächsten Tage Hilfe bringen  wollten. Am 11. früh waren von Perlis keine Rufe mehr zu hören. Auf das  hin durchsuchten der Hüttenwirt und sein Knecht die beiden [[Kar]]e längs  der Wände des "Roßschweifes", ohne eine Spur zu finden. Jetzt erst wurde  von [[Johnsbach]] Hilfe gefordrt und der Vorfall der Rettungsstelle [[Admont]]  gemeldet. Diese sandte in der richtigen Überlegung, daß bereits viel  Zeit verstrichen war, ohne daß Klarheit geschaffen wurde, noch am 11.  September drei Mann auf die Heßhütte. Dort trafen in der Früh des 12.  auch drei Mann der Rettungsstelle Graz ein.''
''"Am 10. September verließ der Wiener  Advokaturskandidat Dr. Julius Perlis um 8 Uhr 30 vormittags bei nebligem  Wetter die [[Heßhütte]]. Über sein Vorhaben hatte er sich nicht bestimmt  geäußert. Um 6 Uhr 30 abends wurden vom Hochtor her Hilferufe vernommen.  Daraufhin gingen zwei anwesende Touristen mit dem jungen Hüttenknecht  den Rufen nach, stellten bei dem einstweilen eingetretenen Schneesturme  fest, daß der Hilferufende sich auf dem "[[Roßschweif]]" ([[Hochtor (Ennstaler Alpen)|Hochtor]]-Ostgrat)  befinde, waren aber infolge Nachteinbruches und Unwetters außerstande,  bis zu Perlis vorzudringen. Infolgedessen gaben sie diesem den Rat, auf  seinem Grate auszuharren, da sie ihm am nächsten Tage Hilfe bringen  wollten. Am 11. früh waren von Perlis keine Rufe mehr zu hören. Auf das  hin durchsuchten der Hüttenwirt und sein Knecht die beiden [[Kar]]e längs  der Wände des "Roßschweifes", ohne eine Spur zu finden. Jetzt erst wurde  von [[Johnsbach]] Hilfe gefordrt und der Vorfall der Rettungsstelle [[Admont]]  gemeldet. Diese sandte in der richtigen Überlegung, daß bereits viel  Zeit verstrichen war, ohne daß Klarheit geschaffen wurde, noch am 11.  September drei Mann auf die Heßhütte. Dort trafen in der Früh des 12.  auch drei Mann der Rettungsstelle Graz ein.''


''Schon  bei Morgengrauen hatten sich die aus Johnsbach Gekommenen und der  Knecht Lechners auf die Suche begeben. Der Leichnam Perlis, der  unterhalb aller größeren Schwierigkeiten auf dem Grate selbst  angetroffen wurde, wies nur kleinere Hautabschürfungen auf, hatte aber  sonst keinerlei Verletzungen. Der Verunglückte war offenkundig - in  seiner leichten Kleidung ungeschützt auf dem Grate selbst sitzend -  eingeschlafen und erfroren. Die Leiche wurde nach Johnsbach gebracht. Da  der Verunglückte gerade über einem mannshohen, schwereren Absatze an  gar nicht günstiger Stelle saß und sich auf dem Gipfel keine Eintragung  befand ist wohl der Schluß gerechtfertigt, daß er bis zur ersten  Plattenstelle aufstieg, diese nicht bewältigte, und dann umkehrend den  Abstieg über den erwähnten Absatz nicht wagte.''
''Schon  bei Morgengrauen hatten sich die aus Johnsbach Gekommenen und der  Knecht Lechners auf die Suche begeben. Der Leichnam Perlis, der  unterhalb aller größeren Schwierigkeiten auf dem Grate selbst  angetroffen wurde, wies nur kleinere Hautabschürfungen auf, hatte aber  sonst keinerlei Verletzungen. Der Verunglückte war offenkundig - in  seiner leichten Kleidung ungeschützt auf dem Grate selbst sitzend -  eingeschlafen und erfroren. Die Leiche wurde nach Johnsbach gebracht. Da  der Verunglückte gerade über einem mannshohen, schwereren Absatze an  gar nicht günstiger Stelle saß und sich auf dem Gipfel keine Eintragung  befand ist wohl der Schluß gerechtfertigt, daß er bis zur ersten  Plattenstelle aufstieg, diese nicht bewältigte, und dann umkehrend den  Abstieg über den erwähnten Absatz nicht wagte.''