Hochtorgruppe: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Hochtorgruppe''' ist eine Gruppe mehrerer Berggipfel und Kletterwände im [[Gesäuse]] südlich der [[Enns]].
[[Datei:Hochtorgruppe.jpg|thumb|Die Hochtorgruppe]]
Die '''Hochtorgruppe''' ist eine Gruppe mehrerer Berggipfel und Kletterwände im Südosten von [[Admont]] im [[Gesäuse]] südlich der [[Enns]].


== Allgemeines ==
== Geografie ==
Der  [[Hochtor]] (2 369 [[m ü. A.]]) ist der höchste Gipfel dieser Gebirgsregion. Erwähnenswert sind noch der [[Großer Ödstein|Große  Ödenstein]] mit 2 245 m ü. A., der [[Kleiner Ödstein|Kleine  Ödenstein]] mit 2 163 m ü. A., die [[Roßkuppe]] mit 2 152 m ü. A. sowie die [[Planspitze]] mit 2 117 m ü. A. Die zahlreich vorhandenen Klettersteige bieten alle Schwierigkeitsgrade.
Das [[Hochtor (Ennstaler Alpen)|Hochtor]] (2 369 [[m ü. A.]]) ist der höchste Gipfel dieser Gebirgsgruppe. Erwähnenswert ist noch die kleine, südwestlich gelegene Ödsteingruppe mit dem [[Großer Ödstein|Großen Ödstein]] mit 2 245 m ü. A. und  [[Kleiner Ödstein|Kleinen Ödenstein]] mit 2 163 m ü. A., die [[Roßkuppe]] mit 2 152 m ü. A. sowie nordöstlich gelegene [[Planspitze]] mit 2 117 m ü. A. Die zahlreich vorhandenen Klettersteige bieten alle Schwierigkeitsgrade.


Die nachangeführten Klettertouren sind vom [[Gasthof Kölbwirt]] im [[Johnsbachtal]] ausgehend.
[[Datei:Hochtorgruppe 1957.jpg|thumb|Historische Flugaufnahme 1957.]]
 
Die nachstehend angeführten Klettertouren sind vom [[Gasthof Kölblwirt]] im [[Johnsbachtal]] ausgehend.


==== Süd-Ost Wand des Kleinen Ödenstein ====
==== Süd-Ost Wand des Kleinen Ödenstein ====
: Bergschulter der Schwierigkeitsstufe V
: Bergschulter der Schwierigkeitsstufe V
: Endziel: Kleiner Ödenstein
: Endziel: Kleiner Ödstein
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Durchstiegszeit: vier Stunden
: Durchstiegszeit: vier Stunden
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==== Gummikiller ====
==== Gummikiller ====
: Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
: Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
: Endziel: Kleiner Ödenstein
: Endziel: Kleiner Ödstein
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Durchstiegszeit: fünf Stunden
: Durchstiegszeit: fünf Stunden
: Länge: 450 Meter
: Länge: 450 Meter
[[Datei:HochtorgruppevomWeidendom.jpg|thumb|Die Hochtorgruppe vom [[Weidendom]].]]


==== Waidhofnerweg ====
==== Waidhofnerweg ====
: Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
: Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
: Endziel: Kleiner Ödenstein
: Endziel: Kleiner Ödstein
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
: Durchstiegszeit: vier Stunden
: Durchstiegszeit: vier Stunden
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: Länge: 1 000 Meter
: Länge: 1 000 Meter


== Almen ==
[[Datei:Gesäuseberge.JPG|thumb|Gesäuseberge mit Hochtorgruppe.]]
 
== Almen und Schutzhütten ==
: [[Haindlkarhütte]]
: [[Haindlkarhütte]]
: [[Heßhütte]]
: [[Heßhütte]]
: [[Stadlalm]]
: [[Stadlalm]]
: [[Untere Koderalm]]
: [[Untere Koderalm]]
== Alpinismus ==
Die Zustiege erfolgen von der Heßhütte im Osten oder von der Haindlkarhütte über den [[Peternpfad]] im Nordwesten.
[[Datei:Grabnerhof Landesschule für Alpenwirtschaft 1911.jpg|thumb|Im Vordergrund die "[[Landesschule für Almwirtschaft|Landesschule für Alpenwirtschaft]]" [[Grabnerhof]] mit Blick nach Südosten zur Hochtorgruppe.]]
Wie den digitalisierten Zeitschriften der Österreichischen Nationalbibliothek ([[ANNO]]) zu entnehmen ist, waren die Berge der Ödstein- und Hochtorgruppe in den ersten Jahrzehnten des [[20. Jahrhundert]]s beliebte Wochenendziele für Wiener Alpinisten. Man fuhr mit dem Nachtzug von Freitag auf Samstag zum [[Bahnhof Gstatterboden]] an der [[Enns]], unternahm eine Bergtour und kehrte mit dem Abendzug am Sonntag wieder nach Wien zurück.
[[Datei:HochtorGruppe.jpg|thumb|Panorama der Hochtorgruppe.]]
== Ereignisse ==
Ende April [[2020]], während der Zeit der [[Infektionskrankheit Covid-19|Corona Pandemie]] unterschätzten am [[25. April]] zwei junge Männer (26 und 29 Jahre alt) aus Graz und [[Oberösterreich]] offenbar die in der Höhe noch herrschenden winterlichen Bedingungen. Sie planten die große Gesäuseüberschreitung (Überschreitung des Hochtorgruppe) zu begehen und laut ihren eigenen Angaben herrschten gute Verhältnisse. Beim Abstieg vom Hochtor über den Ostgrat in Richtung [[Peternscharte]] stellten sie östlich des Hochtors winterliche Bedingungen fest. Aufgrund ihnen fehlender Ausrüstung für die winterlichen Bedingungen konnten sie nicht absteigen und riefen gegen 17 Uhr den alpinen Notruf. Der [[Alpiner Rettungsdienst Gesäuse|Alpine Rettungsdienst Gesäuse]], ein Polizeihubschrauber des Bundesministeriums für Inneres sowie die [[Alpinpolizei Liezen]] kamen daraufhin zum Einsatz.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* [http://www.alpintouren.com/AT2006/ Alpintouren.com - in der ''Toursuche'' die Region ''Steiermark'' und ''Gesäuse'' eingeben]
* [https://www.alpintouren.com/de/touren/ski/tourbeschreibung/tourdaten_19984.html alpintouren.com]
* [http://www.wissenswertes.at/index.php?id=schwierigkeitsgrad Erläuterung zu den Schwierigkeitsgraden beim Klettern]
* [http://www.wissenswertes.at/index.php?id=schwierigkeitsgrad Erläuterung zu den Schwierigkeitsgraden beim Klettern], Link war bei einer Überprüfung am 12. Jänner 2025 nicht mehr abrufbar
 
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/14.639,47.5639/zoom/14.7/basis/karte/compare/epo_5 AMap], aktualisierter Datenlink 12. Jänner 2025
== Quelle ==
* [[Gesäuse]]


== Quellen ==
* [[EnnstalWiki]]-Artikel [[Gesäuse]]
* "[[Kleine Zeitung]]" vom [https://www.kleinezeitung.at/steiermark/5805538/Bedingungen-unterschaetzt_Gesaeuse_Grosser-Rettungseinsatz-fuer 26. April 2020]
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dmw&datum=1929&page=696&size=45&qid=JEF504TM4OQM0IF379MXH2GR3ZS2IC ANNO], "Moderne Welt", Ausgabe 1929, Heft 26, über Alpinismus
{{Quelle AMap}}


[[Kategorie:Admont]]
[[Kategorie:Johnsbach]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Landschaft]]
[[Kategorie:Landschaft]]
[[Kategorie:Gebirge]]  
[[Kategorie:Gebirge]]  
[[Kategorie:Ennstaler Alpen|!]]  
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Ennstaler Alpen]]
[[Kategorie:Gesäuse]]
[[Kategorie:Gesäuse]]
[[Kategorie:Alpen]] 
[[Kategorie:Nationalpark Gesäuse]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]] 
[[Kategorie:Grauwackenzone]]

Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 20:47 Uhr

Die Hochtorgruppe

Die Hochtorgruppe ist eine Gruppe mehrerer Berggipfel und Kletterwände im Südosten von Admont im Gesäuse südlich der Enns.

Geografie

Das Hochtor (2 369 m ü. A.) ist der höchste Gipfel dieser Gebirgsgruppe. Erwähnenswert ist noch die kleine, südwestlich gelegene Ödsteingruppe mit dem Großen Ödstein mit 2 245 m ü. A. und Kleinen Ödenstein mit 2 163 m ü. A., die Roßkuppe mit 2 152 m ü. A. sowie nordöstlich gelegene Planspitze mit 2 117 m ü. A. Die zahlreich vorhandenen Klettersteige bieten alle Schwierigkeitsgrade.

Historische Flugaufnahme 1957.

Die nachstehend angeführten Klettertouren sind vom Gasthof Kölblwirt im Johnsbachtal ausgehend.

Süd-Ost Wand des Kleinen Ödenstein

Bergschulter der Schwierigkeitsstufe V
Endziel: Kleiner Ödstein
Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
Durchstiegszeit: vier Stunden
Länge: 500 Meter

Gummikiller

Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
Endziel: Kleiner Ödstein
Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
Durchstiegszeit: fünf Stunden
Länge: 450 Meter
Die Hochtorgruppe vom Weidendom.

Waidhofnerweg

Klettertour der Schwierigkeitsstufe V-
Endziel: Kleiner Ödstein
Einstiegshöhe: 1 600 m ü. A.
Durchstiegszeit: vier Stunden
Länge: 470 Meter

Roßschweif

Klettertour der Schwierigkeitsstufe III
Endziel: Hochtor
Einstiegshöhe: 1 720 m ü. A.
Durchstiegszeit: drei Stunden und 30 Minuten
Länge: 1 000 Meter
Gesäuseberge mit Hochtorgruppe.

Almen und Schutzhütten

Haindlkarhütte
Heßhütte
Stadlalm
Untere Koderalm

Alpinismus

Die Zustiege erfolgen von der Heßhütte im Osten oder von der Haindlkarhütte über den Peternpfad im Nordwesten.

Im Vordergrund die "Landesschule für Alpenwirtschaft" Grabnerhof mit Blick nach Südosten zur Hochtorgruppe.

Wie den digitalisierten Zeitschriften der Österreichischen Nationalbibliothek (ANNO) zu entnehmen ist, waren die Berge der Ödstein- und Hochtorgruppe in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts beliebte Wochenendziele für Wiener Alpinisten. Man fuhr mit dem Nachtzug von Freitag auf Samstag zum Bahnhof Gstatterboden an der Enns, unternahm eine Bergtour und kehrte mit dem Abendzug am Sonntag wieder nach Wien zurück.

Panorama der Hochtorgruppe.

Ereignisse

Ende April 2020, während der Zeit der Corona Pandemie unterschätzten am 25. April zwei junge Männer (26 und 29 Jahre alt) aus Graz und Oberösterreich offenbar die in der Höhe noch herrschenden winterlichen Bedingungen. Sie planten die große Gesäuseüberschreitung (Überschreitung des Hochtorgruppe) zu begehen und laut ihren eigenen Angaben herrschten gute Verhältnisse. Beim Abstieg vom Hochtor über den Ostgrat in Richtung Peternscharte stellten sie östlich des Hochtors winterliche Bedingungen fest. Aufgrund ihnen fehlender Ausrüstung für die winterlichen Bedingungen konnten sie nicht absteigen und riefen gegen 17 Uhr den alpinen Notruf. Der Alpine Rettungsdienst Gesäuse, ein Polizeihubschrauber des Bundesministeriums für Inneres sowie die Alpinpolizei Liezen kamen daraufhin zum Einsatz.

Weblinks

Quellen