Bergbauzentrum Moosberg
Das Bergbauzentrum Moosberg ist Teil des Salzbergwerks Altaussee gewesen.


Allgemeines
Das alte Bergbauzentrum, heute die Station 9 des Themenweges Via Salis, befindet sich in 1 008 m Seehöhe am südöstlich Fuß des Sandlings, am nordwestlichen Rand des Moosberg-Moores. Alte Förderanlagen und eine Bergbauhalde sind noch Zeugen aus diesem vergangenen Salzbergbaugelände.
Geschichtliches
Auf dem 1011 Meter hoch gelegenen, heute eher einsamen Moosberg befand sich bis ins 19. Jahrhundert hier das Zentrum des Altausseer Salzbergbaus.
Nachdem das Stift Rein im Ahornberg das reiche Hauptsalzlager entdeckt hatte, ließ der Babenbergerherzog Leopold VI. „der Glorreiche“ 41 Meter tiefer den Moosberg-Stollen anschlagen und begann eine eigene Salzerzeugung. Im Jahre 1211 löste er die Bergbaurechte des Stiftes mit einer jährlichen Geld- und Salzrente ab und war damit Herr über das gesamte Ausseer Salinenwesen – die erste Verstaatlichung des Salzwesens. Der Moosberg-Stollen stand als Abbauhorizont bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Verwendung. Die auf der historischen Aufnahme (um 1890) noch sichtbaren Gebäude sind längst abgerissen; der alte Stollen dient aber nach wie vor zur Ausleitung von Grubenwässern.
Das namensgebende Niedermoor, das in einer Mulde auf wasserundurchlässigen Gesteinsschichten liegt, entstand möglicherweise erst nach der Rodung des Waldes. Es bildet heute ein stilles Biotop vor der unverwechselbaren Kulisse des Losers.
Quelle
- Via Salis und dortige Quellen