Malerei zwischen Architektur und Idylle - Josef Arbesser zum 150. Geburtstag

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Malerei zwischen Architektur und Idylle, Josef Arbesser zum 150. Geburtstag war der Titel einer Ausstellung im Schloss Trautenfels in Pürgg-Trautenfels, die vom 1 bis 31. Oktober 2000 zu sehen war.

Die Ausstellung

Josef von Arbesser (* 1850; † 1928) pflegte eine enge Freundschaft mit Josef Graf Lamberg, der das Schloss 1878 erworben hatte, es in der Folge renovierte und mit seiner Familie bewohnte. Bei seinen Besuchen in Trautenfels hielt Arbesser die Wohnräume seiner Gastgeber wie auch die Aussicht auf die Umgebung in mehreren Zeichnungen und Aquarellen fest. Der Lebensstil des Landadels der damaligen Zeit wird so direkt vor Ort anschaulich und der Besucher hat die Möglichkeit, die Aussicht vom Schloss, wie Arbesser sie malte, mit seinem eigenen Blick aus dem Fenster zu vergleichen.

Das Bewusstsein der raschen Veränderung in einer Zeit der Industrialisierung mag einer der Beweggründe für den Künstler gewesen sein, die Darstellung von historischer Architektur zu seinem Hauptthema zu machen. Nach Studien in Graz, Wien, München und Düsseldorf hatte der in Judenburg geborene Maler 16 Jahre lang in Venedig gelebt, bevor er nach Graz bzw. in die Steiermark zurückkehrte. Die Skizzenbücher mit zahlreichen Proportions- und Detailstudien von historischer Architektur und Kunsthandwerk weisen ihn als sehr genauen Beobachter aus. In den atmosphärischen Aquarellen schilderte er malerische Ensembles oder die pittoresken, idyllischen Aspekte alter Bauwerke.

Die Ausstellung zeigte Zeichnungen und Aquarelle Arbessers aus Österreich und Venedig und bot damit die Möglichkeit, das bislang wenig bekannte Werk dieses interessanten Künstlers zu entdecken. Die Ausstellung "Das ganze Land ein blühender Garten - Meisterwerke der Malerei des 19. Jahrhunderts " aus der Sammlung der "Neuen Galerie" war im zweiten Stock des Schlosses Trautenfels weiterhin zu sehen.

Die Ausstellung wurde von Gudrun Danzer kuratiert.

Quelle


Ein Beitrag im Rahmen des Leader-Projekts "Heimatkunde - heimatkundig"
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