Gustav Jahn

Version vom 9. Februar 2015, 10:34 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (Zwischensicherung, wird noch ergänzt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Gustav Jahn (* 1879, † 1919 auf der Ödsteinkante am großen Ödstein tödlich verunglückt) war ein österreichischer Alpinist und Maler.

Leben

Der gerne als Jahn-Gustl genannte Bergsteiger war vor allem ein Kletterer, dessen Lieblingsgebiet der Fels war. In Eis und auf Firn entwickelte er eine unglaubliche Trittsicherheit, aber auch als Ski(renn)fahrer konnte er viele Erfolge verbuchen.

Ihm beim Klettern zuzuschauen, bereitete Bergkollegen stets eine Freude, da er keine einzige Stelle im Fels mit Kraft überwand, sondern, wie es den Anschein hatte, dem Fels Meter um Meter abschmeichelte. Er war ein Gegner der Verwendung von Karabinern, Stiften, Haken usw. Trotzdem verstand er alle, die im Hochgebirge lieber gesicherte Klettersteige bevorzugten. Er regte beispielsweise beim Pächter der Ottohauses auf der Rax (Nö. Camillo Kronich, den Bau des "Alpenvereinssteigs" an.

Mit der Kletterei begann Jahn 1895 als 16jähriger während des Sommerurlaubs mit seiner Famile in Gloggnitz, wo er auf die Rax stieg. Bis 1900 bestieg er Berge im Rax- und Hochschwabgebiet und Berge im Gesäuse. Den Frühling und Herbst des Jahres 1900 verbrachte er in Flatz bei Neunkirchen in Niederösterreich, wo er nicht nur kletterte, sondern auch Malstudien betrieb.

Im Winter 1901/1902 begann Jahn auch Ski zu fahren. Er gewann bei vielen Skirennen und wurde Ehrenmitglied des Österreichischen Wintersportclubs, der ihm seine Gründung verdankte.

Einige seiner Klettertouren

Quelle