Admonter Haus
Das Admonter Haus ist eine Schutzhütte in den Haller Mauern nördlich des Ennstals.
Lage
Das dem ÖAV, Sektion Admont-Gesäuse Admonter Haus befindet sich am markanten Grabnertörl zwischen Mittagskogel und Admonter Warte auf 1.725 m ü. A..
Geschichte
Mit der Eröffnung der Ennstalbahn im Jahre 1872 entwickelte sich auch der Fremdenverkehr im Ennstal. Eine alpine Gruppe begann die Berge im Gesäuse und den Haller Mauern zu „erkunden“. 1872 als „D’ lustigen Almbuam“ gegründet, 1879 umbenannt zu „D’ Ennsthaler“. 1892 entstand daraus die Sektion „Ennsthal-Admont“ des „Deutschen und Österreichischen Alpen-Vereines“, heute ÖAV Sektion Admont-Gesäuse. Das Bestreben des altehrwürdigen Österreichischen Alpenvereins war, die Kenntnis der Alpen ...zu erweitern und zu verbreiten sowie deren Bereisung zu erleichtern. Dies bedeutete vor allem das Anlegen von Steigen (so verbesserte und versicherte man den Steig auf den Natterriegel) und den Bau von Schutzhütten. Bereits 1894 beschloss man, auf dem Grabnerthör ein Schutzhaus zu erbauen. Bereits im nächsten Jahr stand das „Admonter Haus“ und konnte am 18. August 1895, dem 65. Geburtstag des Kaisers Franz Josef I., eröffnet werden. Stolz schrieb einer der Berg-Pioniere des Gebietes, Heinrich Heß, in seinem „Spezial-Führer durch das Gesäuse“:
Es ist aus festem Steinmauerwerk ausgeführt und in allen Räumen gut vertäfelt. Es besitzt ... einen Matratzenschlafraum für 8 Personen; im ersten Stockwerke befinden sich 4 Zimmer mit je 2 bis 3 Betten und ein Raum mit Matratzenlagern.
Die Schutzhütte wurde sehr gerne besucht. 1901 schwärmte ein Dr. Julius Mayr von der Abendstimmung vor der Hütte: Wenn die Schatten von Wand und Riff länger und länger werden, wenn im Thale unsichere Töne weben, so liegt noch mildes Licht hier oben auf dem Berge. ... Rauher aber auch zieht der Bergwind herab und treibt die Wanderer in die Stube, wo das Feuer loht und der gutmüthige Wirt geschäftig bedient.
Doch andern Tages nach einfachem Lager und doppeltem Schlaf geht es hinan zur Spitze. Offensichtlich noch vor Sonnenaufgang, denn der Wirt des Admonterhauses hat uns die Stunde für das Morgenmahl festgesetzt. So geht es wieder hinab zu ihm und nach kurzer Rast nach Admont zurück.
Das Frühstück nach einer Bergtour - ein seltener Genuss, den man sich dort oben auch heute noch leisten kann (wenn man früh genug aufsteht!). Doch auch tagsüber erhält man ausgezeichnete Speisen. Wenn der jetzige Wirt Zeit hat - fragt man ihn, welche Ennstaler Spezialität er einem auftischen kann.
Weblinks
Quelle
- Homepage der Hütte
- Josef Hasitschka, mit detaillierten Quellenangaben und Literaturverweise im EnnstalWiki-Beitrag Natterriegel