Matthias Gindl

Matthias Gindl, auch: Mathäus (* 1869 auf der Jagerhoferalm in Johnsbach im Gesäuse), war ein Bergführer und Bergrettungsmann, zu dessen Geburt es die Legende der Ebnesanger-Sennerin gibt.
Notizen aus einem Leben
Franz Riedl und Matthias Gindl waren u. a. bei einer schwierigen Rettung zweier Touristen" am 23. Oktober 1921 am Kleinen Buchstein beteiligt.[1]
Im Juni 1926 feierte Gindl ein seltenes "Jubiläum". Die "Grazer Tagespost" berichtet in ihrer Ausgabe vom 24. Juni 1926 (Auszug):[2]
[...] Matthias Gindl ist die dritte markante Person aus dem Ennstale in der Geschichte der Erschließung des Admonter Bergkranzes. Der erste in dem Führer durch das Gesäuse von Heinrich Heß erwähnte Begleiter der Pioniere der Touristenwelt im Ennstale war Krachler der den Professor Dr. Frischauf auf den Reichenstein führte, der zweite war Rodlauer, der Heinrich Heß über den Peternpfad auf das Hochtor begleitete, und der dritte ist Matthias Gindl, der nun bereits zum Hundertstenmal ausrückte, um den Verunglückten zu helfen oder, wenn es zur Hilfe zu spät war, wenigstens ihre Leichen zu bergen.
In diesem Artikel wird auch erwähnt:
Nur beim Begräbnis der von ihm Geborgenen fehlt er. So viel Jammer und Schmerz der oft von großer Ferne herbeigeeilten Eltern, Frauen oder Kinder hält Gindl nicht stand. Da ist er längst wieder bei seiner friedlichen Arbeit und stärkt sich für neue Hilfsexpeditionen.
Quelle
- Hasitschka, Wegpunkte Gesäuse, Vorname Mathäus