Hermann Winkler

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Hofrat Mag. Hermann Winkler (* 23. November 1957 in Hall bei Admont) ist ein Polizeijurist in Salzburg.

Leben

Hermann Winkler wurde in Hall bei Admont geboren und wohnt in Oberndorf bei Salzburg. Nach mehreren UNO-Missionen bei der Mili­tärpolizei im Nahen Osten wechselte er 1980 zur Bundes­polizei und trat den Dienst in der Polizeidirektion Salz­burg an. Von 1992 bis 1997 stu­dierte Winkler an der Universi­tät Salzburg nebenberuflich Rechtswissenschaften. Nach seinem Studium absolvierte Winkler den Lehrgang für Ju­risten an der Verwaltungsaka­demie des Bundes.

Anschließend ließ sich der Steirer als juristischer Referent zum Bundesasylamt versetzen. Im Dezember 2000 wurde er zum stv. Leiter der Außenstelle

Salzburg befördert. Für die ersten Auseinandersetzungen sorgte der Hofrat 2005. In sei­nem Buch "Asylconnection" beschrieb Winkler Missstände im Asylwesen. Mit seiner Kri­tik streifte der Beamte bei der Politik an - und wurde nach Differenzen mit Kollegen im Asylamt 2006 in die Bundespo­lizeidirektion versetzt. Er selbst hat während seiner Zeit im Asylamt rund 1 000 Ver­fahren abgewickelt, die zahl der positiven Bescheide lag im zweistelligen Bereich, wie Winkler damals sagte.

Zurück in der Polizeidirek­tion suchte sich der Jurist nach der "Asylconnection" den nächsten Gegner und bekämpf­te das illegale Glücksspiel.Am 11. April 2012 wurde Winkler vom Salzburger Polizeidirektor Gottfried Mayr vom Dienst suspendiert. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Amtsmissbrauch. Zwei weitere Juristen der Bundespolizeidirektion Salzburg stehen im Verdacht, ihre Dienstzeiten manipuliert zu haben.

Winkler ist für die Kontrollen im Glücksspielwe­sen zuständig. Zu seiner Sus­pendierung sagt er: "Da wird wegen nebuloser Dinge gegen mich vorgegangen. Ich habe nicht linienkonform, sondern rechtskonform entschieden. Ich lasse mir das sicher nicht gefallen. " Die Vorwürfe betreffen Raz­zien bei Spielautomaten in Salz­burg. "Seit der Novelle 2010 gibt es eine Aufteilung zwi­schen Finanzpolizei und uns. Unter dem Strich ist da was an­deres herausgekommen." Mehr will Hermann Winkler nicht verraten, denn das Thema stehe ohnehin bald im Korrup­tionsuntersuchungsausschuss auf der Tagesordnung.

Internen Quellen nach soll die Finanzpolizei bei Automa­tencasinos mehrmals vor ver­schlossenen Türen gestanden. Der Tipp an die Lokalbetreiber könne nur von der Polizei ge­kommen sein. Und Einsatzlei­ter bei Razzien war immer Her­mann Winkler.

Die vorläufige Suspendie­rung will der Jurist bekämpfen. "Ich rechne mit der unverzüglichen Aufhebung der Suspen­dierung, weil die Vorwürfe nicht haltbar sind." Seine Ar­beit im Glücksspielwesen sei sehr gewissenhaft. "Wer meine Bescheide kennt, der weiß, dass sie ausführlich sind." Das Motiv hinter der Suspen­dierung dürfte die anstehende Polizeireform sein. Winkler: "Das ist nicht von der Hand zu weisen. Es ist gut, jemand ans Bein zu pinkeln, weil er dann nicht mehr infrage kommt. Aber ich pinkle zurück, das verspreche ich. Immerhin geht es da um meinen Ruf."

Quelle