Adolf Eisler
Adolf Eisler (* 27. Juni 1891 in Liezen; † 10. November 1942 im KZ Auschwitz ermordet) war Fotograf und ein Shoah-Opfer.
Leben
Bei dem in Liezen Geborenen ist anzunehmen, dass er ein Sohn von Emanuel Eisler war. Urkundlich gibt es zur Zeit noch keinen Nachweis.
Wie fast alle Mitglieder der Familie Eisler, zog er nach Wien, um sich hier besser vor der Verfolgung zu schützen. Er gelangte 1939 nach Brüssel, wo er in Lindestadt Nr. 83 wohnte. Am 28. April 1939 versuchte er in Antwerpen als blinder Passagier auf dem Schiff „Zuidland“ nach England zu flüchten. Unglücklicherweise wurde er zusammen mit zwei anderen Passagieren entdeckt und verhaftet. Er blieb in der Folge in Brüssel, bis er im Mai 1940 nach Frankreich in das Lager Staint-Cyprin verschleppt wurde. Später kam er nach Rivesaltes. Von dort kam er im Oktober 1942 mit einen der letzten Konvois aus der freien Zone in das Sammellager Drancy bei Paris. Am 4. November 1942 wurde er mit den RSHA-Transport Nr. 40 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 10. November 1942 ermordet.
Quellen
- Akten des Wasserschutzamtes Antwerpen
- brill.com pdf Fluchthilfe und falsche Papiere von Insa Meinen und Ahlrich Mayer
- Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945 MyHeritage.com [online database], www.myheritage.at
- www.myheritage.at
- Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes