Erwin Rezegh

Erwin Rezegh aus Weißenbach bei Liezen war 1929 mit einem Motorrad in zur Weltausstellung in Barcelona, Spanien gefahren.
Leben
Erwin Rezegh war Betriebsleiter der Alpenkeramik Vasold und ein ausgezeichneter Fotograf.
Beschreibung der Reise
Im Herbst 1928 hatte Rezegh sein Triumph-Motorrad verkauft und im Frühjahr 1929 eine starke B.M.W.-Beiwagenmaschine mit 750 Kubikzentimeter gekauft. Diese hatte er so ausgestattet, dass er damit zu zweit eine längere Auslandsreise machen konnte. In diesem Beiwagen nahm er seinen Freund, den Oberlehrer Heinz Pongratz, ebenfalls aus Weißenbach bei Liezen mit. Die Kosten für die Fahrt nach Barcelona teilten sie sich.
Neben einem kompletten Satz Werkzeug hatten die beiden noch folgende Ausrüstungsgegenstände dabei: Öl- und Benzinreserven, einen kleinen Wagenheber, Reservebereifung sowie an den rückwärtigen Gepäcksträgerstützen beiderseits des Hinterrades einen selbsterfundenen Kofferträger. Ein großer Kleiderkoffer und die Bereifung waren rückwärts am Beiwagen angebracht, das Regenzeug, Wäschevorrat und die Photo-Platten (Anm. fotografische Platten für Bildaufnahmen) im Beiwagengepäcksraum. Das Lederkofferl mit dem großen Fotoapparat und Bildkassetten waren im Inneren des Beiwagens verstaut. Vorne im "Bug" des Beiwagens war zusätzlich noch eine Aluminium-Proviantdose.
Abreise
Die beiden brachen am 6. August 1929 um 05 Uhr in der Früh bei trüben, regendrohenden und feuchten Westwetter zu ihrer Reise auf. Ihre Fahrt führte sie durch das Ennstal nach Westen über Bischofshofen in das Salzachtal, Zell am See, St. Johann in Tirol nach Innsbruck, wo sie nach 319 Kilometern Fahrt in der Abenddämmerung eintrafen.
2. Tag: Innsbruck – Chur
wird noch fortgesetzt
Bilder
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Hier in St. Raphaël an der französischen Riviera.
Quellen
- ANNO, Österreichische Auto-Rundschau, Ausgabe vom 8. März 1930
- www.liezener-bezirksnachrichten.at, 5. Dezember 2019