Jänner 2019

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Der Jänner 2019 begann mit starken Schneefällen in ganz Österreich. Dieser Artikel fasst wesentliche Daten und Ereignisse des Jänners 2019 zusammen.

Die Ereignisse

ÖBB-Mitarbeiter befreiten im Nationalpark Gesäuse eine Gämse (siehe Video)
Wegen Lawinengefahr verkehrten zwischen Bahnhof Stainach-Irdning und Bahnhof Bischofshofen keine Züge.
Ein Mann, der sein Haus am Stoderzinken nicht verlassen wollte und dort eingeschneit wurde, hatte seit Dienstagabend keinen Strom mehr. Er konnte erst am Freitag, 11. Jänner 2019, ausgeflogen werden.
Der Skiort Donnersbachwald mit der Riesneralm verschiebt den für Sonntag, den 13. Jänner 2019, geplanten "ORF-Radio Winterzauber aus Solidarität zu den Nachbartälern", teilte Geschäftsführer Erwin Petz mit.
Um 16 Uhr stand auf der Reiteralm der "Sepp'n Jet" still. Aufgrund der Schneelast war ein Baum auf eine Lifttrasse gestürzt und hatte die Stromversorgung gekappt. 30 Menschen hatten sich auf dem Skilift befunden, Verletzte gab es keine. Nach weniger als einer Stunde konnten laut Geschäftsführer Daniel Berchthaller alle Skifahrer, die am Seppnlift festsaßen, unverletzt gerettet werden. Die Personen wurden mit Pistengeräten oder von Bergrettern per Seil vom Lift geholt.
In der Gemeinde Stainach-Pürgg wurden im Ortsteil Niederstuttern sieben Objekte evakuiert, betroffen waren25 Personen. In Mitterberg-St. Martin wurden in den Ortsteilen Espang und St. Martin am Grimming 18 Objekte evakuiert, hier waren 40 Personen betroffen.[1]
Die Neuschneemengen seit Jahresbeginn betrugen heute in Bad Mitterndorf rund 280 cm und in Ramsau am Dachstein rund 170 cm. „Grob kann man sagen, dass diese Neuschneemengen selbst im klassischen Nordstau oberhalb von etwa 800 Meter Seehöhe statistisch gesehen nur alle 30 bis 100 Jahre vorkommen", sagt Alexander Radlherr von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Donnerstagfrüh gab es rund zehn ausgefallene Trafo-Stationen bei der Energie Steiermark, betroffen waren u.a. die Stromversorgung im Raum Gams bei Hieflau, Gamsforst und im Krautgraben in der Gemeinde Landl.
Die Feuerwehr Freiwillige Feuerwehr Mößna - St. Nikolai berichtete über einen ereignisreichen Tag im Sölktal. Sie waren mit Lebensmittelversorgung sowie zahlreiche Schneeeinsätzen wie Dachabschaufeln beschäftigt. Das Österreichische Bundesheer lieferte in Bundesheer-Lkw Lebensmittel nach Hohentauern.
In der Obersteiermark waren am Donnerstag neun Schulen - davon sieben Volksschulen - geschlossen geblieben. Die Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Liezen und das Stiftsgymnasium Admont werden voraussichtlich am Montag, den 14. Jänner 2019 den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Unter den Volksschulen waren Rohrmoos-Untertal in Schladming, St. Nikolai im Sölktal, Landl, in Weißenbach bei Liezen, die Volksschule Gams bei Hieflau, jene in Wildalpen und die Volksschule Knoppen im Hinterbergertal (Marktgemeinde Bad Mitterndorf) von vorübergehenden Schließungen betroffen.
Um 15 Uhr wurde gemeldet, dass am Loser im Ausseerland die Meteorologen bald keinen Schneestand mehr messen können, denn die Messstation dürfte demnächst völlig eingeschneit sein. Donnerstagfrüh lagen laut bergfex.at bereits 490 Zentimeter Schnee auf dem 1 837 Meter hohen Berg.[2]
Zahlreiche Straßenverbindungen waren schon seit Tagen gesperrt, unter anderem die Phyrnpass Straße zwischen Liezen und Kirchdorf, die Gesäuse Straße, die Untertalstraße von Schladming kommend ab Gasthof Tetter ins Untertal, die Obertalstraße von Schladming kommend ab Anwesen Windbacher ins Obertal, die Gemeindestraße Wildalpen nach Hinterwildalpen, die Lausser Straße zwischen Ober- und Unterlaussa, Teile der Mooslandlstraße, die Ennstal Straße zwischen Trautenfels und Espang, die Straße zwischen Weng im Gesäuse und St. Gallen, die Loser Panoramastraße in Altaussee ab Kilometer 6 und andere;
Nach mehreren Tagen Schneefall konnte heute die Sölkpassstraße in die Sölktäler zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet werden, nachdem die Ortsteile St. Nikolai im Sölktal, Groß- und Kleinsölk tagelang von der Außenwelt abgeschnitten waren. Auch die Pyhrnautobahn zwischen dem Bosrucktunnel und der südlichen Mautstelle war nach Angaben der Asfinag wieder befahrbar.
Seit 08 Uhr starteten vom Militärflughafen Aigen im Ennstal aus die Hubschrauber zu Erkundungs- und Versorgungsflügen. Dort standen für heute drei "Alouette III" und zwei "AB 212" zur Verfügung.
Kurz nach 09 Uhr war eine große Lawine auf die Gesäuse Straße abgegangen, die bis in die Enns reichte. Der Abgang ereignete sich im Bereich Gesäuse Straße nach Hieflau am Ausgang des Gesäuses. Menschen und Häuser waren nicht betroffen, da dieser Teil aus Sicherheitsgründen schon gesperrt war.
Geplante Lawinensprengungen auf der Planneralm mussten mittags unterbrochen werden, weil die Sicht wieder schlechter wurde.
Bei einem Erkundungsflug zum Stoderzinken konnte eine eingeschlossene Person dabei ausgeflogen werden. Ein Flug zum Loser musste hingegen abgebrochen werden.
"Die Reparaturarbeiten an der zentralen 110kV Hochspannungsleitung bei Admont waren am Freitag wegen drohender umstürzender Bäume unterbrochen, da die Situation vor Ort für die betroffenen Monteure zu gefährlich war. Hubschrauber waren im Einsatz, um aus der Luft Unterstützung zu leisten und Schnee von den Bäumen zu entfernen", hieß es von der Energie Steiermark.[3]
In Hohentauern sammelten sich Touristen beim Gasthaus Moscher. Es war möglich geworden, die bisher gesperrte Bundesstraße B114 von St. Johann nach Hohentauern zu räumen. Die Straße soll offen bleiben, bis die Lawinenkommission die Öffnung widerruft.

Quellen

  1. ↑ Quelle www.kleinezeitung.at, abgefragt am 11. Jänner 2019
  2. ↑ Quelle www.kleinezeitung.at, abgefragt am 11. Jänner 2019
  3. ↑ Quelle www.kleinezeitung.at